Spenden
 »  »  »  »  » Der Horror des Transports
Annähernd 800.000 Schafe werden aus Großbritannien lebend exportiert und im Ausland geschlachtet. © Patty Mark/ALV

Der Horror des Transports

Werden die Schafe älter und ihre Wollproduktion lässt nach, verliert der Wollfarmer an ihnen das Interesse. Dann heißt es: ab zum Schlachter. Dies führt alljährlich zum grausamen Lebendexport von 6,5 Millionen Schafen von Australien in den Nahen Osten und nach Nordafrika auf mehrstöckigen Offendeck-Schiffen in extremer Beengtheit.


Schafe aus Australien und Neuseeland werden im Nahen Osten geschlachtet nach einem wochen- oder monatelangen Horrortrip auf völlig überfüllten, von Krankheiten heimgesuchten Schiffen. Sie sind dabei jeder Witterung ausgesetzt und haben kaum Zugang zu Futter oder Wasser. Viele Schafe erkranken, bleiben in den Fäkalien stecken, unfähig, sich weiterzubewegen, viele ersticken oder werden zu Tode getrampelt von anderen Schafen, die versuchen, nicht zu stürzen oder das Trinkwasser zu erreichen, falls es welches gibt. Die Todesrate an Bord liegt bei bis zu 10 Prozent. Während der Fahrt gestorbene Tiere werden einfach über Bord geworfen.

Einem Bericht zufolge starben im Jahre 2002 14.500 Schafe an Hitzschlag während ihres Transportes in den Nahen Osten. Ihre Leichen warf man über Bord. Zwischen August und Oktober 2003 litten mehr als 50.000 Schafe auf einem Schiff namens MV Cormo Express, als die Regierung von Saudi-Arabien die Einfuhr verweigerte, weil angeblich zu viele von ihnen an einer Infektionskrankheit litten, bei der die Tiere rund um den Mund wunde Stellen bekommen. Nach fast zwei Monaten an Bord des Schiffes mit minimaler Futter- und Wasserversorgung, häufig mit Temperaturen um 40°C, ließ der afrikanische Staat Eritrea die Schafe endlich zum Schlachten einreisen.
Bilderstrecke "Lebendexport" (Klicken Sie auf die Bilder für eine Großansicht)

Tiere die überlebt haben werden meist privat geschlachtet

Wenn die Überlebenden endlich am Bestimmungsort anlangen, schleift man sie von Bord und schmeißt sie auf Ladeflächen von LKWs oder in Kofferräume von PKWs, nur um ihnen schließlich bei vollem Bewusstsein die Kehle aufzuschlitzen und sie umzubringen. In den moslemischen Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens ist die rituelle Schlachtung von humanen Schlachtvorschriften ausgenommen. Manche Schafe werden massenweise auf großen Plätzen getötet, andere nach Hause gebracht, oft im Kofferraum von PKWs, und einfach vom Käufer getötet.

Lesen Sie mehr über die Qual der Schur