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Diskussion um Hundesteuer in Stuttgart: PETA rät zum Steuererlass für Hunde aus dem Tierschutz

Stand Februar 2013
Stuttgart / Gerlingen, 19. Februar 2013 – Die Gremien der Gemeinderatsfraktionen Stuttgart diskutieren über den Antrag, Haltern adoptierter Tiere die Hundesteuer befristet zu erlassen. Ein Modell, das bereits in Berlin und in anderen deutschen Städten erfolgreich praktiziert wird, um die Vermittlung von Hunden aus dem Tierschutz zu fördern. PETA Deutschland e.V. bedankt sich bei der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Silvia Fischer und dem Grünen-Stadtrat Peter Svejda für den tierfreundlichen Vorstoß. Denn mit dieser Regelung wird die verantwortungsbewusste Entscheidung, einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen, anerkannt. Sollten durch diesen finanziellen Anreiz mehr Hunde aus dem Tierheim adoptiert werden, blieben der Stadt zudem langfristig Kosten erspart – denn die Kommunen sind gesetzlich dazu verpflichtet, für eine tiergerechte Unterbringung und Versorgung ausgesetzter Tiere aufzukommen. Weiterhin spricht sich PETA für die Einführung einer Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen in Privathaushalten aus.

„Die Aufnahme eines Hundes aus dem Tierschutz mit einem Steuererlass zu belohnen ist ein richtiges und wichtiges Signal. Das Tierheim aber auch die Stadt und letztlich der Steuerzahler können durch diese Regelung entlastet werden“, so Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Eine weitere tierfreundliche und kostengünstige Unterstützung des Tierschutzes ist die Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen in Privathaushalten.“

Die deutschen Tierheime sind überfüllt: Jedes Jahr werden allein in Deutschland schätzungsweise 300.000 Tiere ausgesetzt oder in Tierheimen abgegeben. Angesichts der hohen Zahl heimatloser Katzen entscheiden sich immer mehr Kommunen in Deutschland zu der Einführung einer Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen in Privathaushalten. Nachdem Paderborn bereits 2008 das Kastrationsgebot eingeführt hatte, zogen inzwischen über 200 Städte und Gemeinden nach. Die Kastrationspflicht bedeutet weder für die öffentliche Hand noch für Steuerzahler Mehrkosten.

Weitere Informationen:
PETA.de/Heimtierschutzgesetz
PETA.de/Katzenkastration
PETA.de/Kastrationspflicht
PETA.de/Haustiere

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de