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DMI gibt auf: Klage vor dem Verwaltungsgericht Gera zurückgezogen

 
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PETA: Ein guter Tag für die Tiere

Stand Oktober 2012
Gera / Gerlingen, 2. Oktober 2012 – Das Deployment Medicine International (DMI), ein Vertragspartner der US-Armee, hat heute nach fünfstündiger Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Gera aufgegeben, auf eine Erlaubnis für tödliche Übungskurse an Schweinen in Thüringen zu bestehen. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. begrüßt dieses Ergebnis, zumal sich öffentliche Meinung und Politiker aller Fraktionen im thüringischen Landtag längst in ihrer Entscheidung einig waren. Bei der Verhandlung haben alle drei Gutachter aus fachwissenschaftlicher und medizinisch-ethischer Sicht das tierquälerische Vorhaben ausnahmslos verurteilt. Doch auch ohne Klagerücknahme von DMI wäre hier ein eindeutiges Urteil zugunsten der Landesregierung Thüringen gefällt worden.

„Das Verwaltungsgericht Gera hat heute durchgesetzt, worin sich Bürger und Politiker längst einig waren: Eine solch grausame Tierquälerei, wie von der Firma DMI geplant, sollte in Deutschland nicht genehmigt werden. Dies ist ein guter Tag für die Tiere!“, sagt Dr. Edmund Haferbeck, juristischer Berater bei PETA.

DMI hatte bereits 2010 den Ablehnungsbescheid des zuständigen Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit erhalten, wogegen das Unternehmen daraufhin Klage einreichte. Bei den Übungen, die DMI als Dienstleister aller Wahrscheinlichkeit nach den in Deutschland stationierten US-amerikanischen Streitkräften anbieten wollte, wären Schweine grausam verstümmelt und anschließend getötet worden – wie auch im Undercover-Video an Ziegen zu sehen ist, das PETA USA in diesem Jahr veröffentlichte. Beinahe identische Vorhaben der US-Armee in der bayerischen Oberpfalz waren 2010 an massiven Protesten von PETA Deutschland und anderen Tierschützern sowie am deutschen Tierschutzgesetz gescheitert, das den Einsatz tierfreier Methoden vorschreibt, sobald diese vorhanden sind. Dass auch ohne archaische und grausame Tierversuche Soldaten und Sanitäter ausgebildet werden können, zeigt die deutsche Bundeswehr. Sie sowie Beamte aus zahlreichen NATO-Staaten setzen keine lebenden Tiere, sondern moderne Simulationsmethoden in der Ausbildung ein.

Weitere Informationen:
PETA.de/Traumatrainingsvirginia
PETA.org/Trauma
PETA.de/web/tierschutzerfolg.3873.html

Interviewkontakt vor Ort:
Dr. Edmund Haferbeck, 0171 4317387, EdmundH@peta.de

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de