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Dramatischer Rückgang beim Fischfang – PETA: „Zeit, Leiden der Lachse zu beenden“

 
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Tierrechtsorganisation appelliert an Verbraucher, Fisch vom Speiseplan zu streichen

Stand November 2016
Stuttgart, 24. November 2016 – Von allen Fischen landet Lachs in Deutschland am häufigsten auf dem Teller. Medien berichten jetzt von einem Einbruch der Fangmengen bei Wildlachs in Alaska. Wurden 2015 dort noch 263 Millionen Wildlachse gefischt, waren es ein Jahr später nur noch 112 Millionen Tiere. Auf Fischfarmen in Norwegen kämpfen Fischzüchter derweil mit Lachsläusen, die sich in einem nie da gewesenen Maß ausbreiten. Einige Betriebe beklagten, dort werde die Hälfte der gezüchteten Lachse von den Parasiten zerfressen. Der Rückgang der Lachse hat die Preise stark steigen lassen. Für die Tierrechtsorganisation PETA kann der Fisch jedoch nicht teuer genug sein, denn Lachszucht ist immense Tierquälerei. Auf Fischfarmen sind teils bis zu Hunderttausend Lachse in ein Becken gesperrt, können sich kaum bewegen und werden von Lachsläusen lebendig angefressen. Beim Fischfang werden Fische zerquetscht, ersticken langsam und qualvoll oder werden teils noch bei Bewusstsein aufgeschnitten und ausgenommen. PETA fordert Verbraucher auf, keine Fische mehr zu essen und so das Leid von Millionen Lachsen zu beenden.
 
„Tierleid hat keinen Preis. Könnte man das Leid der Lachse beziffern, wenn sie an Bord von Schiffen qualvoll ersticken oder auf Farmen von Läusen zerfressen werden, wäre Fischfleisch unbezahlbar“, so Dr. Tanja Breining, Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA.
 
Fische sind neugierige und freundliche Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten. Sie haben ein komplexes Sozialleben, kommunizieren auf vielfältige Weise und schließen Freundschaften. Neben internationalen wissenschaftlichen Studien, die bestätigen, dass Fische Schmerzen spüren, kommt auch das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, in seiner Stellungnahme für die Bundesregierung zu dem Schluss, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten.“ [1]
 
[1] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichung von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose), 2013.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Fische
 
Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de