Spenden
 »  »  » Dutzende Kühe nur knapp dem Hitzetod entronnen - PETA erstattet Strafanzeige gegen verantwortungslosen Lkw-Fahrer und Transportunternehmen

Dutzende Kühe nur knapp dem Hitzetod entronnen

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge

PETA erstattet Strafanzeige gegen verantwortungslosen Lkw-Fahrer und Transportunternehmen

Stand Juli 2012
Grafing / Gerlingen, 19. Juli 2012 – Nachdem ein Lkw-Fahrer im bayerischen Grafing mehrere in einem Transporter eingesperrte Kühe über vier Stunden der prallen Sonne aussetzte, erstattet PETA Deutschland e.V. nun Strafanzeige sowohl gegen den Tierquäler als auch gegen das Transportunternehmen. Eine engagierte Tierfreundin setzte die Tierrechtsorganisation über den skandalösen Vorfall in Kenntnis, bei dem der verantwortungslose Mann die Tiere bei enormer Hitze stundenlang im Transporter zurückließ und trotz der herbeigeholten Veterinärin nur mit einer mündlichen Verwarnung wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz davonkam. Mit Hinblick auf den Fall ermutigt PETA alle tierlieben Menschen dazu, Vernachlässigung, Misshandlung und Quälerei von Tieren den zuständigen Behörden umgehend zu melden oder gerne auch der Organisation, sollte keine Hilfe gewährt werden. Zahllosen Tieren kann auf diese Weise das Leben gerettet werden.

„Wenn einem bewusst ist, wie sensibel und hochintelligent Kühe sind, dann fällt es wirklich schwer zu ertragen, dass man sie stundenlang bei diesen Temperaturen leiden ließ“, so Kathrin Eva Schmid, Recherche-Koordinatorin bei PETA. „Wir appellieren mit Nachdruck an die Justiz, die Verantwortlichen angemessen zu bestrafen.“

PETA weist darauf hin, dass Kühe zu Unrecht als Nahrungslieferanten betrachtet werden. Die Tiere verfügen nicht nur über eine ausgeprägte Persönlichkeit, sie sind auch intelligent und interagieren auf sozial komplexe Weise miteinander, wodurch sich im Laufe der Zeit Freundschaften entwickeln. Umso unverständlicher ist es daher, wie Kühe heutzutage gehalten und ausgebeutet werden.

PETA fordert grundsätzlich, Tiertransporte einzustellen und den Transport auf reine Schlachtprodukte zu beschränken. In Deutschland und Europa werden jährlich 400 Millionen Tiere in Tiertransporten über die Autobahnen „verfrachtet“. Sie müssen Strecken von mehreren 100 und sogar 1000 Kilometern zurücklegen und leiden unter der drückenden Enge, der Hitze oder Kälte, der stickigen Luft, Hunger, Durst und Verletzungen.

Meldungen über Missstände wie diesen erhält PETA beinahe täglich. Sollten auch Sie Zeuge von Grausamkeiten an Tieren werden, gilt Folgendes zu beachten: Finden Sie als Erstes die Adresse und Telefonnummer der in Ihrer Stadt für den Tierschutz zuständigen Vereine und Behörden heraus und bitten Sie diese um Mithilfe. Legen Sie den Zuständigen eine präzise, schriftliche Aussage darüber vor, was Sie gesehen haben – falls möglich, legen Sie auch Fotos bei. Machen Sie sich immer genaue Notizen zu den Kontaktpersonen und zum Gesprächsverlauf. Geben Sie niemals ein Schreiben oder Dokument weiter, ohne eine Kopie für die eigenen Akten angefertigt zu haben. Bringen Sie immer zum Ausdruck, dass Sie auf die konsequente Verfolgung des Falls bestehen. Bleiben alle eventuellen Bemühungen der Zuständigen ohne zufriedenstellendes Ergebnis, wenden Sie sich mit dem Anliegen an deren Vorgesetzte.

Falls Sie persönlich Zeuge eines Aktes von Grausamkeit an Tieren waren, können Sie sich auch an Ihre örtliche Polizeistation wenden und direkt Anzeige gegen die betreffenden Tierquäler erstatten.

 

Kühe: Trotz ihrer Intelligenz und sozialen Kompetenz werden sie in der Regel als Nahrungslieferanten betrachtet / © PETA

 

Die Bilder sind auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität erhältlich.

Weitere Informationen:
www.peta.de/web/kuehe.497.html
www.peta.de/web/wenn_sie_zeuge.989.html

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de