Ehingen: Unbekannte töten Igel mutmaßlich mit Silvesterböllern – PETA setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus

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Ehingen / Stuttgart, 8. Januar 2020 – Suche nach Tierquälern: Einer Polizeimeldung zufolge wurde bei einer Skateranlage in der Berkacher Straße in Ehingen ein toter Igel mit Böllern im Bauchbereich gefunden. Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge töteten Unbekannte das Tier offenbar zwischen Dienstag, 31. Dezember, und Sonntag, 5. Januar, durch gezündete Silvesterknaller. Sachdienliche Hinweise zu der Tat nimmt die Behörde unter der Telefonnummer 07391-5880 entgegen.
 
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise, die die Tierquäler überführen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierschutzorganisation melden – auch anonym.
 
„Sollten die Täter den Igel tatsächlich durch Silvesterböller getötet haben, so müssen sie gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Wir fordern harte Strafen für derartige Täter, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Wer wehrlose Tiere aus Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“
 
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
 
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
 
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
 
[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/Themen/Tiere_in_der_Natur
 
Pressekontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]

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