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 »  »  » Ein Huhn auf dem Stadtwappen? Dann muss es doch bei der Ernährung auch ohne Eier und Hähnchenfleisch klappen!

Ein Huhn auf dem Stadtwappen? Dann muss es doch bei der Ernährung auch ohne Eier und Hähnchenfleisch klappen!

 
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PETA appelliert an Städte und Gemeinden, tierfreundliche Entscheidung zu treffen

Stand September 2012
Gerlingen, 17. September 2012 – Die Verbundenheit einer Stadt oder Gemeinde zu einem Tier kann womöglich nicht eindrucksvoller dargestellt werden, als mit einem Ehrenerweis auf dem Wappen. Aus diesem Grund hat die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. die Bürgermeister von Letschin, Golzow, Haan, Hahnheim, Thalmassing, Suhl, Gerach (Oberfranken) sowie Ilm-Kreis, Landkreis Schmalkalden-Meiningen und Wartburgkreis angeschrieben und sie darum gebeten, in sämtlichen städtischen Einrichtungen künftig weder Eier noch Hühnerfleisch zu servieren. Der Konsum dieser tierischen Produkte wirkt sich nicht nur negativ auf die menschliche Gesundheit aus, er geht auch mit dem millionenfachen Töten von Tieren einher. Dabei ist eine pflanzliche Kost und damit das eifreie Kochen und Backen nicht nur möglich, sondern schmackhaft, gesund und tierfreundlich zugleich.

„Das Huhn auf dem Wappen zeugt von Wertschätzung", so Sabine Weick, Ernährungswissenschaftlerin bei PETA. „Wir freuen uns, wenn die Bürgerinnen und Bürger auch den lebenden Tieren Respekt zollen, auf Fleisch und tierische Produkte verzichten und die Tiere dadurch vor großem Leiden bewahren würden. Die Städte und Gemeinden können somit ein wichtiges Zeichen für den Tierschutz setzen.“

PETA weist darauf hin, dass allein in Deutschland jedes Jahr über 800 Millionen Hühner wegen ihres Fleisches gezüchtet und getötet sowie für die Eierbranche ausgebeutet werden. Der Platz für eine Henne wird im sogenannten ausgestalteten Käfig auf 800 Quadratzentimeter festgelegt – das ist etwas mehr als eine DIN-A4-Seite pro Huhn, wobei die Flügelweite einer Henne etwa 80 Zentimeter beträgt. Der Käfigboden fällt in Richtung der Futter- und Wasserrinnen schräg ab, sodass die schwächeren Hennen oft zu Boden gedrückt werden. Durch den ständigen Kontakt mit dem Maschendraht scheuern sich die Tiere ihre Federn ab. Und nach ihrer „produktiven“ Phase werden alle Hennen, auch in Bio-Betrieben, getötet. Da nur weibliche Tiere Eier legen können, werden etwa 50 Millionen männliche Küken pro Jahr „entsorgt“, indem sie vergast, erstickt oder zerhäckselt werden.

PETA-Filmaufnahmen aus Hühnermastbetrieben bringen immer wieder zutage, wie die Tiere in großen Hallen in ihren eigenen Exkrementen ausharren müssen. Die Luft stinkt nach Ammoniak, die Hühner leiden an genetisch bedingten Skelettschwächen und Beindeformationen. Da sie auf sehr schnelles Muskelwachstum gezüchtet sind, können sie ihr eigenes Gewicht kaum tragen und schaffen es häufig nicht mehr, an die Trinkvorrichtungen zu gelangen.

PETA macht auch darauf aufmerksam, dass der Verzehr von Eiern mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Denn Eier enthalten zum einen häufig Salmonellen und erhöhen den Cholesterinspiegel, zum anderen geraten regelmäßig Fleisch- und Eier produzierende Betriebe in die Schlagzeilen, weil sie mit Dioxin und PCB belastete Eier auf den Markt bringen.

Eifreies Kochen und Backen ist nicht nur tierfreundlich, sondern auch einfach und gesund zugleich. So lassen sich ohne die Verwendung von Eiern beispielsweise Waffeln, Spätzle oder Omeletts zubereiten. Als Bindemittelersatz dienen dabei Sojamehl, Johannisbrotkernmehl, Tomatenmark oder Apfelmus.

Grausamer Tod für menschliche Essensgelüste / © Haike Strate/PETA

Das Bild ist auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität erhältlich.

Weitere Informationen:

PETA.de/Huehner
PETA.de/Web/faktenblatthuehner.156.html
PETA.de/Web/bio.1452.html

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de