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Ein Leben in Kot und Dreck - Landwirt aus Eppingen lässt Kühe verwahrlosen

 
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PETA erstattet Strafanzeige

Stand Juni 2012
Eppingen / Gerlingen, 25. Juni 2012 – Nachdem ein anonymer Tierfreund PETA Deutschland e.V. auf eine tierquälerische Kuhhaltung in Eppingen aufmerksam gemacht hatte, setzte die Tierrechtsorganisation das zuständige Veterinäramt Heilbronn darüber in Kenntnis und erstattete Strafanzeige gegen den Landwirt. Dem Informanten zufolge war das Veterinäramt, das in der Vergangenheit häufiger durch Untätigkeit auffiel, über die Zustände auf dem Hof im Bilde, griff aber dennoch nicht ein. Vorliegendes Bildmaterial zeigt, dass mehrere Kühe auf engstem Raum und bei Dunkelheit im Dreck und im eigenen Kot ausharren müssen. Damit Missstände wie dieser behoben werden, ermutigt PETA alle tierlieben Menschen dazu, Vernachlässigung, Misshandlung und Quälerei von Tieren den zuständigen Behörden umgehend zu melden oder gerne auch der Organisation, sollte keine Hilfe gewährt werden. Zahllosen Tieren kann auf diese Weise das Leben gerettet werden.

„Wenn einem bewusst ist, wie sensibel und hochintelligent diese Tiere sind, dann fällt es wirklich schwer zu ertragen, dass man ihnen eine so furchtbare Lebensweise zumutet“, so Kathrin Schmid, Recherche-Koordinatorin bei PETA. „Wir appellieren mit Nachdruck an die zuständigen Behörden, hier umgehend aktiv zu werden.“

PETA weist darauf hin, dass Kühe zu Unrecht als reine Nahrungslieferanten betrachtet werden. Die Tiere verfügen nicht nur über eine ausgeprägte Persönlichkeit, sie sind auch intelligent und interagieren auf sozial komplexe Weise miteinander, wodurch sich im Laufe der Zeit Freundschaften entwickeln. Umso unverständlicher ist es daher, wie Kühe heutzutage gehalten und ausgebeutet werden.

Meldungen über Missstände wie diesen erhält PETA beinahe täglich. Sollten auch Sie Zeuge von Grausamkeiten an Tieren werden, gilt Folgendes zu beachten: Finden Sie als Erstes die Adresse und Telefonnummer der in Ihrer Stadt für den Tierschutz zuständigen Vereine und Behörden heraus und bitten Sie diese um Mithilfe. Legen Sie den Zuständigen eine präzise, schriftliche Aussage darüber vor, was Sie gesehen haben – falls möglich, legen Sie auch Fotos bei. Machen Sie sich immer genaue Notizen zu den Kontaktpersonen und zum Gesprächsverlauf. Geben Sie niemals ein Schreiben oder Dokument weiter, ohne eine Kopie für die eigenen Akten angefertigt zu haben. Bringen Sie immer zum Ausdruck, dass Sie auf die konsequente Verfolgung des Falls bestehen. Bleiben alle eventuellen Bemühungen der Zuständigen ohne zufriedenstellendes Ergebnis, wenden Sie sich mit dem Anliegen an deren Vorgesetzte.

Falls Sie persönlich Zeuge eines Aktes von Grausamkeit an Tieren waren, können Sie sich auch an Ihre örtliche Polizeistation wenden und direkt Anzeige gegen die betreffenden Tierquäler erstatten.

 

Enge, Dreck und Dunkelheit: Tierquälerische Haltung in Eppingen / © PETA

Die Bilder sind auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität erhältlich.

Weitere Informationen:
www.peta.de/web/kuehe.497.html
www.peta.de/web/wenn_sie_zeuge.989.html

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de