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Ein Leben in Kot und Dreck – Landwirt aus Thannhausen lässt Rinder verwahrlosen

 
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Nach PETA-Strafanzeige: Staatsanwaltschaft Memmingen nimmt Ermittlungen auf

Stand April 2013
Thannhausen (Landkreis Günzburg) / Gerlingen, 23. April 2013 – Katastrophale Zustände auf einem Rinderhof im bayerischen Thannhausen: Ausgehungerte Tiere, die in einem mit Kot verschmutzten und mit Urin-Pfützen übersäten Stall ausharren müssen. Kälber, die in deutlich zu kleinen Iglus und Boxen gehalten werden. Ein couragierter Informant spielte PETA Deutschland e.V. dieses Bildmaterial von einer Rinderhaltung im Februar 2013 zu. Laut Informationen soll eine Molkerei bereits den Vertrag mit dem Tierhalter gekündigt haben. Die Tierrechtsorganisation erstattete Strafanzeige und wandte sich an das zuständige Veterinäramt Landkreis Günzburg, das daraufhin zügig Auflagen zur Verbesserung der Lebenssituation der Tiere erteilte. Die Staatsanwaltschaft Memmingen hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Mit Hinblick auf den Fall ermutigt PETA alle Menschen dazu, Vernachlässigung und Quälerei von Tieren den zuständigen Behörden zu melden. Zahllosen Tieren kann somit das Leben gerettet werden.

„Kühe sind sensibel und hochintelligent. Wem das bewusst ist, der kann nicht ertragen, dass man ihnen eine so furchtbare Lebensweise zumutet“, so Kathrin Eva Schmid, Campaignerin für Missstandsmeldungen bei PETA „Wir danken dem zuständigen Veterinäramt für seine schnelle Reaktion. Wir hoffen, dass die erteilten Auflagen effektiv genug sind, um den Tieren dauerhaft zu helfen.“

Meldungen über Missstände wie diesen erhält PETA beinahe täglich. Sollten auch Sie Zeuge von Grausamkeiten an Tieren werden, gilt Folgendes zu beachten:

1. Finden Sie als Erstes die Adresse und Telefonnummer der in Ihrer Stadt für den Tierschutz zuständigen Vereine und Behörden heraus und bitten Sie diese um Mithilfe.

2. Legen Sie den Zuständigen eine präzise, schriftliche Aussage darüber vor, was Sie gesehen haben – falls möglich, legen Sie auch Fotos bei. Machen Sie sich immer genaue Notizen zu den Kontaktpersonen und zum Gesprächsverlauf. Geben Sie niemals ein Schreiben oder Dokument weiter, ohne eine Kopie für die eigenen Akten angefertigt zu haben. Bringen Sie immer zum Ausdruck, dass Sie auf die konsequente Verfolgung des Falls bestehen.

3. Bleiben alle eventuellen Bemühungen der Zuständigen ohne zufriedenstellendes Ergebnis, wenden Sie sich mit dem Anliegen an deren Vorgesetzte.

Falls Sie persönlich Zeuge eines Aktes von Grausamkeit an Tieren waren, können Sie sich auch an Ihre örtliche Polizeistation wenden und direkt Anzeige gegen die betreffenden Tierquäler erstatten.

Katastrophale Haltung: Die Rinder auf dem Hof in Thannhausen / © PETA

Die Bilder sind auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität erhältlich.

Weitere Informationen:

PETA.de/Web/Ein_Leben_in_Kot.6005.html

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de