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Eine Million tote Tiere zum 10. Jubiläum von EU-Testprogramm

 
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Tausende Tiere trotz existierender tierfreier Tests vergiftet und getötet

Stand Juni 2017
London, 6. Juni 2017 – Vor zehn Jahren begann die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) mit Sitz in Helsinki, die EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien (REACH) anzuwenden. Es handelt sich dabei um das weltgrößte Chemikalientestprogramm dieser Art. Auf Grundlage eines neuen Berichts der ECHA schätzt die Tierrechtsorganisation PETA UK, dass unter REACH bislang über eine Million Tiere getötet wurden. Diese Tiere erlitten sehr wahrscheinlich einen langsamen, schmerzvollen Tod.
 
REACH gestattet Tierversuche nur als letzte verbleibende Möglichkeit. Doch die ECHA hat aufgezeigt, dass an unzähligen Mäusen, Kaninchen und Meerschweinchen schmerzhafte Haut- und Augenirritationstests und Hautallergietests durchgeführt wurden. Dabei werden den Tieren hohe Dosen Chemikalien in die sensiblen Augen geträufelt oder auf die rasierte Haut gerieben – obwohl es bereits effektive und verlässliche tierfreie Methoden gibt. In anderen Tests wurden tausende Tiere geschwängert und dann vergiftet, damit man ihre Neugeborenen sezieren konnte.
 
„An der Europäischen Union klebt das Blut von einer Million Tieren, die in Chemikalientests leiden mussten. Sie kann sich damit nicht mehr länger als weltweiter Vorreiter in Sachen Tierschutz darstellen“, so Dr. Christopher Faßbender, Wissenschaftlicher Berater bei PETA Deutschland. „PETA fordert die EU auf, diesen Status zurückzuerlangen, indem die grausamen, archaischen Experimente, die dem Menschen nicht helfen, gestoppt werden. Stattdessen sollten ausschließlich progressive Testmethoden Anwendung finden, für die kein Tier leiden muss.“
 
PETAs Motto lautet unter anderem: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren. Die Organisation weist darauf hin, dass sich über 2.000 Unternehmen weltweit bereits weigern, Tieren in Tests ihre Produkte oder Inhaltsstoffe ins Gesicht zu sprühen, sie ihnen in die Kehle zu zwingen oder einatmen zu lassen. Aufgrund der enormen physiologischen Unterschiede zwischen Menschen und den in diesen Versuchen eingesetzten Tieren sind die Ergebnisse der Tests häufig irreführend.
 
Die offizielle Beurteilung von REACH durch die Europäische Kommission steht noch in diesem Jahr an. Deshalb appelliert PETA Deutschland nun mit einer Petition an die Europäische Union, in Sachen progressiver und innovativer Wissenschaft mit gutem Beispiel voran zu gehen und Chemikalientests an Tieren einzustellen.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierversuche-in-der-Produktentwicklung
PETA.de/REACH

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de