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Einmalig in Deutschland: Rücktritt einer Ministerin auch wegen Tierschutz-Vorwürfen

Undercover-Bilder von PETA leiteten Grotelüschens Rücktritt ein

Stand Dezember 2010
Hannover / Gerlingen, 17. Dezember 2010 – Am 9. August strahlte „REPORT Mainz“ (ARD) Undercover-Bilder der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. aus. Die Aufnahmen entstanden in Putenmastställen, mit denen Astrid und ihr Ehemann Garlich Grotelüschen in engster geschäftlicher Beziehung stehen. Schon vor der Sendung stritt Grotelüschen alle Vorwürfe ab, behauptete, die Aufnahmen wären manipuliert. Sogar vor der Verbreitung von falschen Eidesstattlichen Versicherungen über das niedersächsische und das mecklenburg-vorpommerische Landwirtschaftsministerium schreckte sie nicht zurück – Ermittlungen laufen hier nach wie vor. Die CDU-Niedersachsen musste sogar eine Unterlassungserklärung wegen der über PETA verbreiteten Verleumdungen abgeben. Im Oktober 2010 legte PETA mit neuen Undercover-Aufnahmen aus einem Putenmastbetrieb der Grotelüschen-eigenen Ahlhorner Putenerzeugergemeinschaft nach, ausgestrahlt in „BRISANT“ (ARD). Auch wegen menschenrechtswidriger Praktiken, die PETA neben den tierquälerischen Aspekten bereits in Strafanzeigen thematisiert hatte, konnte sich Astrid Grotelüschen jetzt nicht mehr im Amt halten.
„So einmalig die Wahl einer Massentierhalterin zur Landwirtschafts- und Tierschutzministerin gewesen ist, so einmalig ist ihr Rücktritt – hauptsachlich wegen eben dieses Interessenkonflikts und der tier- und menschenrechtswidrigen Praktiken in ihrer eigenen Branche“, kommentiert der wissenschaftliche Berater von PETA, Dr. sc. agr. Edmund Haferbeck. Doch mit dem Rücktritt Grotelüschens sei es nicht getan, so PETA. „Die niedersächsische Landwirtschaftspolitik muss sich radikal ändern – ansonsten werden die Enthüllungen weitergehen und der gesellschaftliche Druck weiter steigen.“ PETA fordert als erste Amtshandlung vom neuen Landwirtschaftsminister Lindemann, das „Projekt Wietze“ sofort zu stoppen. Der Fördermittelfluss in der Tierproduktions-Branche müsse umgehend gestoppt werden. Zudem dürften keine Genehmigungen für Massentierhaltungsställe mehr erfolgen. „Die hochkriminellen Praktiken in der Massentierhaltung, die im industriellen Maßstab Qualzuchten, tierquälerische Amputationen und das milliardenfache Töten von männlichen Küken beinhalten, haben endlich der Vergangenheit anzugehören“, so Dr. Haferbeck.

Weitere Informationen:

Undercover-Recherche und weitere Informationen zu Astrid Grotelüschen: www.peta.de/grotelueschen
Undercover-Recherche in einer QS-zertifizierten Putenmastanlage im Landkreis Vechta/Cloppenburg: www.peta.de/qs2009
Undercover-Recherche in einer Mastanlage der Firma „Wiesenhof“ im nieders. Twistringen: www.peta.de/wiesenhof


Interviewkontakt: Dr. Edmund Haferbeck, Tel. 07156 / 17828-28, Mobil 0171 / 4317387, EdmundH@peta.de
Weitere Informationen: www.peta.de/groetelueschen
Druckfähige Fotos: http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=67
Sendefähige Videoaufnahmen: www.videoportal.peta.de