Spenden
 »  »  »  »  » Eisbären raus aus Zoos: Bitte helfen Sie, das Leiden der verhaltensgestörten Tiere zu beenden

Eisbären-Qual in Zoos beenden

Bitte geben Sie Ihre Stimme für ein Ende der Eisbärenhaltung

Stand Oktober 2014
Kaum eine Tierart leidet so offensichtlich unter der Haltung in Gefangenschaft wie Eisbären. In seiner arktischen Heimat ist das größte Landraubtier der Welt es gewohnt, durch riesige Gebiete zu streifen und dabei hunderte von Kilometern zurückzulegen [1]. Nahezu alle der rund 30 Eisbären, die in 13 deutschen Zoos eingesperrt sind, laufen daher endlose Runden im Kreis oder schwingen mit ihrem Kopf und Körper in immer gleichen Abläufen. Diese sogenannten Verhaltensstereotypien sind deutliche Symptome ausgeprägter seelischer Qual. Einige Zoos stellen Eisbären deshalb mit Psychopharmaka ruhig, damit die Besucher nicht merken, wie gestört die Tiere in Wirklichkeit sind [2]. Obwohl das Tierschutzgesetz derart leidverursachende Tierhaltungen in der Theorie verbietet, hält die Zoo-Lobby mit Rückendeckung der Politik an der Ausnutzung dieser sensiblen Tiere als Besuchermagneten fest. Mit Artenschutz hat diese Tierquälerei nichts zu tun, denn in Gefangenschaft geborene Eisbären können verhaltensbedingt nicht ausgewildert werden.
 

Eisbären-Qual in Zoos beenden!

Bitte unterstützen Sie PETAs Forderung, die Haltung von Eisbären in deutschen Zoos zu beenden. Appellieren Sie an das zuständige Landwirtschaftsministerium, die Nachzucht und den Import von Eisbären zu verbieten, um das Leiden der verhaltensgestörten Tiere mittelfristig zu beenden.

Unterschriften-Aktion:

Bitte untersagen Sie die Haltung von Eisbären in Gefangenschaft

Sehr geehrter Herr Bundesminister Schmidt,

Eisbären können in zoologischen Einrichtungen nicht artgerecht leben. Die Tiere haben enorme Ansprüche an ihren Lebensraum, die ein Zoo nicht einmal ansatzweise erfüllen kann. Nahezu alle Eisbären in deutschen Zoos leiden an deutlich sichtbaren Verhaltensstörungen. Die psychischen Erkrankungen von Eisbären in zoologischen Einrichtungen sind systembedingt und bedeuten erhebliches Leid für die Tiere. Nach § 2 des Tierschutzgesetzes muss ein Tier in menschlicher Obhut seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht sein. Weiterhin gibt der Gesetzgeber vor, dass die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so eingeschränkt sein darf, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Gegen beide gesetzliche Vorgaben wird durch die Haltung von Eisbären in Gefangenschaft verstoßen. Auch renommierte Experten wie Professor Dr. Hanno Würbel oder der Direktor des Frankfurter Zoos, Professor Dr. Manfred Niekisch, vertreten die Auffassung, dass Eisbären in Zoos nicht artgerecht gehalten werden können. Für den Artenschutz ist die Haltung dieser Tierart in Zoos nicht relevant, da in Gefangenschaft geborene Eisbären verhaltensbedingt nicht ausgewildert werden können. Ich fordere das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft daher auf, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Haltung von Eisbären in deutschen zoologischen Einrichtungen mittelfristig zu beenden. Dies beinhaltet die Verfügung eines sofortigen Zucht- und Importverbots von Eisbären in deutschen Zoos und Tierparks. Bitte tragen Sie dafür Sorge, dass keine künftigen Generationen von Eisbären in deutschen zoologischen Einrichtungen leiden müssen.

Mit freundlichen Grüßen,

Derzeitige Erfolgsstatistik

Unterschriften bisher: 4.251
Helfen Sie uns 5.000 zu erreichen!

Jetzt unterschreiben!

* Pflichtangaben
Bitte füllen Sie das Formular vollständig aus.
 
Zwangsstörung bei Eisbär im Berliner Tierpark

Hintergrundinformationen

PETA hat alle Eisbärenhaltungen in Deutschland untersucht und die Ergebnisse in einer anschaulichen Publikation veröffentlicht. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass Eisbären in Gefangenschaft grundsätzlich Verhaltensstörungen entwickeln sowie einem hohen seelischen Leidensdruck ausgesetzt sind. Selbst namhafte Wissenschaftler wie Professor Dr. Hanno Würbel von der Universität Zürich sowie Zoodirektoren wie der Frankfurter Direktor Professor Dr. Manfred Niekisch gehen mittlerweile davon aus, dass Eisbären in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können, weil die Diskrepanz zwischen den Bedingungen in ihrem natürlichen Lebensraum und denen im Zoo zu groß ist [3] [4]. Ohne die Möglichkeit zu ausgedehnten Wanderungen und einem natürlichen Jagd- und Sozialverhalten ist ihr sichtbares Leiden vorprogrammiert. Zoos und Politiker halten dennoch an der Haltung und Zucht dieser Tierart fest, da sich insbesondere Eisbärenbabys als lukrative Kassenmagneten erwiesen haben. Die meist mit kommunalen Steuergeldern subventionierten Zoos können ihre Finanzlücken durch die Zurschaustellung der „süßen Tierbabys“ verringern.
 
Forderung an die Politik
PETA fordert ein Nachzucht- und Importverbot für Eisbären in zoologischen Einrichtungen, damit die Haltung der sensiblen Tiere mittelfristig ausläuft. Die derzeit in Zoos lebenden Tiere können nicht ausgewildert werden und werden bis zu ihrem Lebensende in Gefangenschaft bleiben müssen. Eine deutliche Verbesserung der Haltungsbedingungen wie etwa wesentlich größere und strukturiertere Gehege sind das Mindeste, was wir diesen Tieren schuldig sind.
 
Was Sie sonst noch tun können
Solange es Menschen gibt, die Geld dafür ausgeben, eingesperrte und verhaltensgestörte Tiere zu sehen, wird es Zoos geben. Bitte besuchen Sie diese Tier-Gefängnisse nicht und bitten Sie auch Ihre Familie und Freunde, Zoos und Tierparks zu meiden.
 
 
Quellen:
[1] „Könige der Kälte“, ZDF online, Oktober 2010. Online unter: http://www.zdf.de/dokumentation/koenige-der-kaelte-5354716.html
[2] „Zoo-Tierärzte verteidigen Einsatz von Psychopharmaka“, in: Westdeutsche Zeitung Online, August 2014. Online unter: http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/zoo-tieraerzte-verteidigen-einsatz-von-psychopharmaka-1.1718807
[3] „Leidet der Eisbär?“, in: ZEIT Online, 2007. Online unter: http://www.zeit.de/2007/18/Leidet_der_Eisbaer
[4] „Punkten ohne Eisbär-Rummel“, in: Frankfurter Rundschau, Mai 2008. Online unter: http://www.fr-online.de/spezials/frankfurter-zoo-punkten-ohne-eisbaer-rummel,1472874,2782166.html