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PETAs Eisbären-Recherche 2008

Mit der Geburt am 05.12.2006 und der anschließenden Handaufzucht von Eisbär Knut im Zoo Berlin und der provozierenden Frage, ob man ein Eisbärenbaby mit der Hand aufziehen oder lieber seinem tödlichen Schicksal überlassen sollte, um ihm mögliche zukünftige Qualen und Leiden, die eine Gefangenschaft mit sich führt, zu ersparen, entfachte sich eine riesige öffentliche Diskussion um die Zucht und Haltung des größten Landraubtieres in Gefangenschaft, des Eisbären (Ursus maritimus).

Auch mit der Handaufzucht von Eisbär Flocke in Nürnberg und der natürlichen Aufzucht von Wilbär in Stuttgart hat sich der Eisbär wie keine andere Tierart bis heute im großen Fokus des öffentlichen Interesses gehalten. Noch heute berichten die Medien im großen Stil von allen möglichen Entwicklungen dieser drei deutschen Eisbären.

Doch leider wird, wie so oft, gerade von den Zoos meist nur eine scheinbar schöne Seite eines Eisbärenlebens in Gefangenschaft präsentiert und wirklich reelle Probleme der Gefangenschaftshaltung von Eisbären verdrängt und bewusst ausgeblendet. Noch trauriger ist, dass auch ein Großteil der Medien diese Einseitigkeit 1:1 übernimmt. Nur äußerst selten wird von den meist unlösbaren Problemen berichtet und noch seltener kommen auch Kritiker zu Wort. Die breite Öffentlichkeit kann sich nicht wirklich ein zweites Bild von den „Eisbären in deutscher Gefangenschaft“ machen.

Eisbären in deutscher Gefangenschaft

Aufgrund dieses Missstandes hatten wir von PETA Deutschland e.V. 2008 entschieden, uns speziell und intensiver diesem „berühmten“ Raubtier zuzuwenden und eine eigene Recherche über die deutschen Haltungsbedingungen der Eisbären durchzuführen.

Wir haben in einem Zeitraum von mehreren Wochen alle 12 deutschen Eisbärenhalter (heute sind es nur noch 11 Zoos) in Deutschland besucht, alle Individuen gezählt, den Wasser- und Landanteil der Außenanlagen ausgemessen und das Verhalten der Eisbären aufgezeichnet.

Zudem haben wir Zahlen und Fakten aus der Fachliteratur und Aussagen von Wissenschaftlern recherchiert und zusammengestellt, so dass wir schon heute eine sehr umfangreiche Zusammenfassung von Informationen veröffentlichen können.

Aufgrund der im ZDF gezeigten Dokumentation „Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Eisbären“, eine Dokumentation über die vom Aussterben bedrohten Raubtiere, in der auch Filmaufnahmen unserer Recherche gezeigt wurden, haben wir uns heute entschlossen, vorab einen kleinen Teil unserer ermittelten Fakten und Tatsachen zu veröffentlichen.

„Ich hoffe, mit den Filmen wenigstens ein paar Menschen zum Nachdenken anzuregen, wie wir mit unserer Natur und Umwelt umgehen.“ - Hannes Jaenicke
Jetzt hier klicken und die Broschüre als PDF-Datei herunterladen.
Lesen Sie hier unsere bisherigen Zahlen, Fakten und unsere Datensammlungen.