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Elefantenkuh Sikim wird endlich aus dem Zirkus befreit /
Überführung in Zoo Osnabrück

 
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Zirkus Giovanni Althoff und untätige Behörden müssen mit Anzeige rechnen / Schwester Samba starb bereits Anfang August

Stand November 2008
19.8.2003

Kontakt: Carola Schmitt +49 (0)711-866-6165, mobil +49 (0) 49-162-8801426

Stuttgart/Borken -- Wie die internationale Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) mitteilt, wurde die afrikanische Elefantenkuh Sikim, deren Besitzer Giovanni Althoff das Tier nach Ansicht von PETA über viele Jahre hinweg leiden ließ, endlich von einem engagierten Veterinäramt in Borken / NRW befreit. Dem Zirkus wurde auferlegt, den Elefanten dem Zoo Osnabrück zu übereignen und noch heute zu überführen. Für Sikims Schwester Samba, ein ca. 23-jähriges Tier, kämpfte PETA vergebens. Sie starb nach einem langen Leidensweg am 4. August 2003 hinter den Kulissen des Zirkus, nachdem die Behörden erneut monatelang auf den schlechten Zustand und Haltung hingewiesen und zum handeln aufgefordert wurden.

„Ein Skandal der nicht ohne Folgen für die bisher untätigen Behörden und den Zirkus bleiben wird“, so Carola Schmitt von PETA-Deutschland e.V. Sie kündigte Strafanzeige gegen die Behörden und den Zirkusinhaber an.

Seit vielen Jahren liegen den Behörden auf Bundes- und Landesebene Informationen über den Skandalzirkus Giovanni Althoff und dessen mangelhafte Tierhaltung vor. Bereits 1992 starb der Elefant Lulu im Alter von 10 Jahren. 1994/95 hätten Fachleute eine ausgesprochen schlechte körperliche Konstitution sowie einen schlechten Ernährungs- und Pflegezustand der Afrikanischen Elefanten festgestellt.
Laut einem Zeitungsartikel stellte im Winter 1996 das Veterinäramt in Ludwigshafen Erfrierungen an den Ohren der Elefanten fest als Folge einer völlig unzureichenden Tierhaltung. 1997 mussten Siam und Nadi im Alter von 19 und 17 Jahren eingeschläfert werden.

Carola Schmitt weiter. „Samba`s Tod hätte verhindert werden können, aber die Behörden waren nicht zum Handeln zu bewegen.“ Mehrmals sei Samba zusammengebrochen und musste mit einem Kran wieder aufgerichtet werden. Obwohl nach Ansicht von PETA nicht transportfähig, hätte man das Tier über mehrere Gastspielorte gekarrt.

Sikim`s Befreiung kommt nach Einschätzung von PETA zu spät. „Sie ist nach der jahrelangen mangelhaften Haltung sehr krank und es ist fraglich, ob sich ihr Zustand noch bessern wird. In der Obhut von Fachleuten kann sie aber wenigstens auf medizinische Betreuung hoffen.“ PETA wird sich weiterhin für die im Zirkus verbliebenen und ebenso leidenden 5 Elefanten und zahlreiche Pferde einsetzen.

Für PETA sind diese Vorkommnisse ein Beispiel dafür, wie unzureichend die gesetzlichen Grundlagen für „Zirkus“tiere sind. Die Hessische Bundesratsinitiative, die ein Verbot von Elefanten, Bären und Affen im Zirkus vorsieht und hoffentlich Ende September positiv beschieden wird, kommt für Samba und Sikkim zu spät, ebenso für die Elefanten Rani (Zirkus Harlekin), Jenny (Zirkus Barelli), Miriam (Zirkus Don Carlos), u.a. die in den letzten Jahren jämmerlich im Zirkus zugrunde gingen.

Fotos und Videos von Sikim`s Befreiung auf Anfrage erhältlich