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Elefantenquälerei im Zoo Hannover: PETA antwortet mit mobilen Werbetrailern auf städtischen Plakatboykott

 
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Tierrechtsorganisation setzt Aufklärungskampagne auf alternativem Weg fort

Stand August 2017
Hannover / Stuttgart, 10. August 2017 – Von der Litfaßsäule auf die Straße: Anfang Juli wollte die Tierrechtsorganisation PETA mit Plakaten auf die Misshandlung der Elefanten im Zoo Hannover aufmerksam machen. Die Aktion wurde noch vor Beginn gestoppt: Obwohl sämtliche Werbeflächen gebucht waren, untersagte die Stadt Hannover der Tierrechtsorganisation die öffentliche Plakatierung. PETA entschied sich daraufhin für einen alternativen Kanal: Seit dem 4. August prangt das Plakatmotiv auf drei mobilen Werbetrailern in der Hannoveraner Innenstadt und in Zoonähe. Die Antwort der Tierrechtsorganisation auf das städtische Verbot ist ein Appell an die Menschen, das Leid der Elefanten nicht durch Zoobesuche zu unterstützen und bildet gleichzeitig den Auftakt einer größeren Kampagne.
 
„Es ist bedauerlich, dass die Stadt und die Region Hannover auf Vertuschung statt Aufklärung setzen“, so Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA. „Wir werden die Menschen so lange über die Misshandlungen der Elefanten im Zoo informieren, bis die Tierquälerei beendet wird und die Tierquäler bestraft wurden.“
 
Das von der Stadt abgelehnte Motiv mit der Aufschrift „Elefantenquälerei im Zoo nicht unterstützen / Bitte besuchen Sie keine Zoos mit Elefanten“ zeigt einen sogenannten Elefantenhaken – einen langen Stock mit Metallwiderhaken –, mit dem sowohl ausgewachsene Elefanten als auch Elefantenbabys brutal für zirkusähnliche Tricks dressiert werden. Elefanten werden oftmals als „Dickhäuter“ bezeichnet; tatsächlich ist die Haut der Tiere jedoch äußerst sensibel und schmerzempfindlich. Videoaufnahmen von September und Oktober 2016 brachten die Misshandlungen der Elefanten im Zoo Hannover ans Licht. Für Elefanten bedeutet das Dasein in diesem Zoo ein Leben voller Schmerzen und Peinigungen.
 
PETA spricht sich grundsätzlich gegen die Elefantenhaltung in Gefangenschaft aus, denn die Rüsseltiere gehören in die Wälder und Savannen Afrikas und Asiens. Elefanten sind feinfühlige und soziale Wesen, die in ihrem natürlichen Lebensraum täglich kilometerweite Strecken zurücklegen. Durch die widernatürlichen Bedingungen, denen sie in Zoos ausgeliefert sind, werden sie in ihrer Lebensweise erheblich eingeschränkt und erreichen häufig nur die Hälfte ihres zu erwartenden Alters [1]. Überdies weisen zahlreiche Elefanten im Zoo Verhaltensstörungen auf. Die in Gefangenschaft geborenen Tiere haben keine Aussicht auf Auswilderung.
 
[1] Clubb R., Moss C. et al (2008): Compromised Survivorship in Zoo Elephants. Science 12 December 2008: 1649.

Weitere Informationen:
PETA.de/Zoo-Hannover
PETA.de/Zooelefanten

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 711 860591-528, DenisS@peta.de