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Ende deutscher Pelzfarmen in Sicht – Novelle der Nutztierhaltungsverordnung

 
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PETA fordert Schließung aller Pelzfarmen

Stand Dezember 2011
Gerlingen, 07. Dezember 2011 – Rund 290.000 Nerze leiden und sterben jährlich in den etwa 20 deutschen Pelzfarmen für die Pelzmode. Nach einem kurzen Leben in winzigen Käfigen werden die Tiere jedes Jahr ab Spätherbst vergast oder mit analen Stromschlägen getötet. Am 11. Dezember 2011 treten nun nach jahrelangen Übergangsfristen neue Vorschriften für die Tierhaltung auf Pelzfarmen in Kraft. Laut Schätzungen der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. wird etwa die Hälfte der in Deutschland ansässigen Pelzfarmen den Betrieb unter den neuen Auflagen nicht fortführen können. PETA begrüßt die verschärften Vorschriften für die Pelzfarmen und kündigt an, die Einhaltung der neuen Auflagen zu überwachen. Dabei sollen Verstöße konsequent auf dem Rechtsweg verfolgt werden – notfalls auch gegen die hier zuständigen Veterinär- und Landesbehörden.

„Pelz ist ein unvorstellbar grausames Tierqualprodukt und muss vom Verbraucher boykottiert werden. Die neue Verordnung ist ein Anfang, tatsächlich aber hätte die Bundesregierung die Pelzfarmen in Deutschland schließen sollen, wie es Österreich und Großbritannien bereits vorgemacht haben. So bleibt zu hoffen, dass die neuen Auflagen, die jetzt und 2016 in Kraft treten, zur Schließung der übrigen Pelzfarmen führen werden“, sagt David Ehmann, Kampagnenleiter bei PETA.

Nach knapp 15 Jahren Beratungszeit hat die Bundesregierung im November 2006 erstmalig Haltungsvorgaben für sogenannte Pelztiere beschlossen. Wenn am 11. Dezember 2011 die zweite Stufe der 2006 verabschiedeten Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung in Kraft tritt, dürfen zum Beispiel Nerzkäfige nicht mehr übereinander gestapelt sein und jedem Nerz muss eine Grundfläche von mindestens einem Quadratmeter zur Verfügung stehen. Ab 2016 tritt eine weitere Verschärfung der Haltungsbedingungen in Kraft. Doch auch unter den neuen Bedingungen ist das Leiden der Nerze weiterhin vorprogrammiert. Ein Leben in viel zu kleinen verdreckten Käfigen ohne Beschäftigungsmöglichkeiten, ohne ausreichend Wasser, und ein grausamer Tod nach einem kurzen qualvollen Leben – das ist die traurige Realität der Tiere, die auf Pelzfarmen für die Modeindustrie leiden und sterben. Nerze und Füchse, in der Natur Einzelgänger, werden auf Pelzfarmen zu Hunderten aneinandergereiht. Sie drehen sich wild im Kreis oder benagen sich selbst. Schließlich werden sie erschlagen, vergast oder mit analen Stromschlägen getötet.

Die Akzeptanz von Pelzprodukten sinkt kontinuierlich. Nach aktuellen Umfragen sprechen sich mittlerweile über 80 Prozent der Bevölkerung gegen Zucht und Tötung von Pelztieren aus. Die Modebranche versucht mit kleinen Applikationen an Ärmeln oder Kragen, die Grausamkeiten des Geschäfts zu verbergen.

Mehr Informationen: www.peta.de/pelzfarm und www.pelzinfo.de

Interviewkontakt: David Ehmann, 07156 17828-25, DavidE@peta.de
Nerz auf einer Nerzfarm ©PETA
Winzige Käfige, bestialischer Gestank – Nerzfarm ©PETA Die druckfähigen Motive schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.