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 »  »  »  »  » Hinter den Kulissen des zweitgrößten Entenschlachters der USA: Ein Enthüllungsbericht von PETA USA

Enten für Fleisch und Daunen getreten und gegen die Wand geschleudert

 
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Hinter den Kulissen des zweitgrößten Entenschlachters der USA

Stand Mai 2016
Ein Enthüllungsbericht von PETA USA über die Culver Duck Farms, Inc. – den zweitgrößten Entenschlachter in den USA – zeigt, dass Enten getreten, herumgeworfen, gegen Wände geschleudert und wochenlang isoliert gehalten werden. Laut seiner Website liefert Culver Entenfleisch an Harris Teeter, The Fresh Market und andere Lebensmittelketten in den USA und behauptet: „Wenn Sie in ein China Town in den USA gehen und eine Ente in einem Fenster sehen, schauen Sie sehr wahrscheinlich auf eine Culver-Ente“. Auch das bei Whole Foods verkaufte Entenfleisch kommt von Culver, wo „Zuchtenten“ zu Tausenden in riesigen, dunklen Scheunen zusammengepfercht werden.

Update: Nachdem Harris Teeter auf mehrere Anfragen nicht regiert hatte, versicherte das Unternehmen PETA USA nun, kein Entenfleisch mehr von Culver Duck Farms zu beziehen. In der Entenmast ist es gängige Praxis, dass die Vögel ihr ganzes Leben in überfüllten, dreckigen, dunklen Ställen verbringen, bevor man ihnen die Kehle durchschneidet. Wir appellieren deshalb auch weiterhin an Harris Teeter, umgehend zu reagieren und den Verkauf von Entenfleisch komplett einzustellen.

Culver schlachtet täglich 25.000 Enten. Der Enthüllungsbericht von PETA USA zeigt, was jeder, der Entenfleisch oder daunengefüllte Produkte kauft, möglicherweise mit seinem Verhalten unterstützt.
 
Einige Küken, wie zum Beispiel dieses, starben nur wenige Stunden nach dem Schlüpfen.
Entenküken erstickt und Schnabelspitzen verbrannt
 
Nur wenige Stunden nach dem Schlüpfen verbrannten Arbeiter die Schnabelspitzen von Entenküken – eine übliche Vorgehensweise  in der Massentierhaltung – um das gegenseitige Hacken und Federnausreißen zu vermeiden. Ein Augenzeuge von PETA USA beobachtete zudem, dass in einem Fall ungefähr 14 Küken, die in einer kalten Halle zusammengepfercht wurden, erstickten, als sie sich wärmesuchend aneinander drängten.
Zu kleine und dadurch unprofitable Küken wurden getötet. Einer der Arbeiter riss einem Entenküken langsam den Kopf ab. Ein Vorarbeiter hat diese Vorgehensweise als „normal“ beschrieben.
 
Viele Enten litten an Schwellungen der Beine und Füße.
Enten zu Tausenden in Scheunen zusammengepfercht

Und das trotz der ausdrücklichen Erklärung, dass die Vögel nicht in „Massentierhaltung“ gehalten werden. Culver pfercht bis zu 4000 Enten in riesige, dunkle Scheunen. Jeder Vogel hat nur ungefähr 0,2 bis 0,3 m2 Bodenfläche. Ein Vorarbeiter erzählte dem Augenzeugen, dass Culver zurzeit experimentiert, ob eine Ente auf nur 0,1 m2 Bodenfläche gehalten werden könnte. Andere wurden wochenlang in 0,15 m2 großen Käfigen mit Drahtboden isoliert, bevor sie geschlachtet wurden.

Nach Aussage der Arbeiter,  litten die Enten häufig an Ammoniakverätzungen, wodurch ihre Haut wund aussah und die Federn ausfielen. Die Augen einiger Tiere waren mit so viel Schleim bedeckt, dass sie verschlossen waren. Ein Vorarbeiter gab gegenüber dem Augenzeugen von PETA USA zu, dass die stickige, mit Ammoniak gefüllte Luft einige Enten erblinden lasse. Jedoch versichert Culver den Kunden, dass Belüftung und Frischluft  für seine Tierhaltung „unverzichtbar“ seien.
Enten wurden auf schmutzigen, mit Kot verkrusteten Gitterböden gehalten und hatten keine Möglichkeit, zu schwimmen oder zu baden, was für ihr Wohlbefinden entscheidend ist.

„Zuchtenten“ wurden mit offensichtlich prolabierten Eileitern und/oder Därmen tot aufgefunden. Enten wie diese hatten geschwollene Beine und Füße, was laut den Arbeitern durch Infektionen verursacht wurde.
 
Diese tote Ente litt offenbar an einem Kloaken- und/oder Darmprolaps.
Gegen Wände geschleudert, Hälse umgedreht

Arbeiter versuchten, schwache und kranke Enten zu töten, indem sie ihre Köpfe auf Ziegelmauern und Holzbalken, schmetterten. Die Enten schrien zwischen den Schlägen und bluteten stark. In mindestens einem Fall wurde ein Auge ausgeschlagen. Einige traten und flatterten noch bis zu einer Stunde danach.

Mehr als 100 Enten wurden am Kopf oder Hals gepackt und herumgewirbelt, um sie zu töten. Eine Ente wurde dabei fast enthauptet. Einer der Direktoren von Culver erklärte, dass dieses „Herumwirbeln“ die bevorzugte Weise sei, um die Tiere zu töten. Nach dem Betrachten dieser Aufnahmen sagte der emeritierte Professor Donald Broom von der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Cambridge, dass diese Methode „Schmerzen und Stress verursacht [und] es sehr unwahrscheinlich ist, dass sie zur Bewusstlosigkeit führt.“ Was bedeutet, dass die Tiere diese Qual bei vollem Bewusstsein erleben.
 
Ein Arbeiter schlug den Kopf dieser Ente gegen einen Holzpfosten. Dann warf er das Tier auf den Boden, wo es sich noch 30 Sekunden lang wand.

 
Die Körper von toten Enten wurden verbrannt.
Getreten, herumgeworfen und zum Schlachthof transportiert

Tausende Enten, die verletzt waren oder lahmten, wurden auf Anhänger geschleudert, getreten oder geworfen und bei eisigen Temperaturen hunderte Kilometer weit transportiert, um mit dem Kopf nach unten aufgehängt und geschlachtet zu werden. Einige Enten werden wochenlang isoliert gehalten, bevor sie geschlachtet werden. Ein Arbeiter gab an, dass sie für Futterexperimente verwendet werden.

 

Sie können helfen, diese Grausamkeiten zu stoppen!


Neben der Lieferung von Entenfleisch an große Lebensmittelketten und Chinatown-Restaurants in ganz Amerika rühmt sich Culver damit, dass seine Entenfedern „stark für Daunen nachgefragt werden“. Ein Vorarbeiter erzählte dem Augenzeugen, dass rund 14 Tonnen Federn wöchentlich nach China geliefert werden. Die Federn und Daunen werden dort für die Füllung von Jacken, Westen und Bettdecken verwendet.
 
Bevor Sie Entenfleisch oder daunengefüllte Produkte kaufen, denken Sie bitte an die Enten und ihre Qualen. Sie können ihr Leiden beenden, indem Sie sich für eine vegane Lebensweise entscheiden. Das kostenlose Veganstart-Programm von PETA hilft Ihnen dabei sich vegan zu ernähren und der Shopping Guide erleichtert Ihnen die  Suche nach stylisher, veganer Mode.