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Fahndung nach Tierquäler-Paar in Euskirchen dauert an – PETAs Belohnung für Hinweise auf 2.000 Euro erhöht

Stand Januar 2016
Euskirchen / Stuttgart, 28. Januar 2016 – Noch keine heiße Spur: Am 13. Januar um 9 Uhr griff ein älteres Pärchen eine Hundehalterin an, die mit ihrem 6 Monate alten Beagle auf der Dr.-Rütten-Promenade im Bereich Erftaue unterwegs war. Während der Mann die 40-jährige Hundehalterin festhielt, warf seine Begleiterin dem Hund einige vergiftete Fleischbällchen zu. Anschließend flüchtete das Paar mit grauen Damenfahrrädern in Richtung Von-Binsfeld-Straße. Der Hund überlebte den Anschlag durch eine sofortige tierärztliche Behandlung. PETA setzte eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise, die zu den Tätern führen, aus. Die Polizei Euskirchen erhielt zwar einige Hinweise, jedoch gibt es noch keine heiße Spur. Nun erhöht das Unternehmen Fliesenverlegezentrale Rhein-Sieg GmbH aus Hennef die von PETA ausgesetzte Belohnung um weitere 1.000 Euro auf nun insgesamt 2.000 Euro. Das Täter-Paar wird wie folgt beschrieben: der Mann ist etwa 180-185 cm groß und sehr schlank. Er trug eine silberne Brille und hatte die silbergrauen Haare nach hinten gekämmt. Die Frau ist etwa 160 cm groß und schlank. Sie hat eine silbergraue Kurzhaarfrisur und trug eine kleinkarierte grün-beigefarbene Hose. Beide Personen sind etwa 70 Jahre alt. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu der Tat geben können, wenden sich bitte an die Polizei Euskirchen oder telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail an PETA – auch anonym. Wer kennt das Paar oder hat ähnliche Erfahrungen in Euskirchen gemacht? PETA weist darauf hin, dass die Halter von Hunden, die Opfer von Giftanschlägen wurden, in jedem Fall Anzeige bei der Polizei erstatten sollten.

„Wir hoffen, dass die erhöhte Belohnung von insgesamt 2.000 Euro nun doch noch zu den skrupellosen Tätern führt“, betont Judith Pein im Namen von PETA Deutschland e.V. „Bitte helfen Sie mit, diesen Übergriff gegen die Hundehalterin und ihren vierbeinigen Freund aufzuklären! Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.“

PETAs Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht Lebensgefahr – das Tier kann an inneren Verletzungen qualvoll sterben. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

Weitere Informationen:
PETA.de/Giftkoeder
PETA.de/Tierquälerei
PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
PETA.de/Heimtierschutzgesetz

Das Video zur ersten Hilfe beim Hund:
PETA.de/Erste-Hilfe-für-den-Hund

Kontakt:
Judith Stich, +49 (0)30 6832666-04, JudithS@peta.de