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Fakten zum Nachdenken über globale Erwärmung

 
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Stand August 2009
von Bruce Friedrich

Trotz der Welle eisiger Luft, die mit dem neuen Jahr einzog, hält das Jahr 2006 in den USA den Wärmerekord. Das United Nation’s Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), eine wissenschaftliche Kommission, die kürzlich zusammenkam, um die globale Erwärmung zu diskutieren, berichtet, dass Klimaveränderungen “sehr wahrscheinlich” von den Aktivitäten des Menschen verursacht werden, darunter das Verbrennen fossiler Brennstoffe und Roden von Wäldern. Das IPCC prognostiziert, dass sich die Temperaturen bis zum Ende des Jahrhunderts um ganze 13,8°C erhöhen könnten und der Meeresspiegel um 17 bis 58 cm ansteigt.

Das ist eine frappierende Botschaft. Wir haben unseren Planet offensichtlich ruiniert—Wissenschaftler sehen Fluten, schmelzende Eiskappen, vernichtende Dürren und noch gewaltigere Hurrikans und tropische Stürme voraus. Tiere und Natur werden ums Überleben kämpfen. Und das ist nichts, worauf wir stolz sein können). Aber gerade dann, wenn es so aussieht, als sei es das Beste, schnell vom nächsten schmelzenden Eisberg zu springen, versichert uns die Kommission, dass man die globale Erwärmung wesentlich abschwächen könnte, wenn die Menschen sofort Maßnahmen ergreifen und Treibhausgase verringern würden.

Doch das haben sie nicht gesagt: Auf eine vegane Ernährung überzugehen, ist ein einfacher und effektiver Weg, um die Emission von Treibhausgasen zu verringern.

Die Verdauungsprozesse der Milliarden Tiere, die aufgezogen werden, um Jahr für Jahr zu Sandwiches und Snacks verarbeitet zu werden, sowie die 39.000 Kilogramm Exkremente, die sie in jeder einzelnen Sekunde produzieren, setzen enorme Mengen an Methan, einem wesentlichen Treibhausgas, frei.

Ein Bericht vom November 2006, der von der Food and Agriculture Organization (FAO) der U.N. veröffentlicht wurde, zeigt auf, dass die Tierwirtschaft mehr Treibhausgasemissionen verursacht—18 Prozent—als der Verkehr. Die FAO berichtet ferner, dass die Tierwirtschaft verantwortlich für 37 Prozent des anthropogenen (durch menschliche Aktivitäten erzeugten) Methans und 65 Prozent des anthropogenen Stickstoffoxids ist, die beide ein höheres Potential für die globale Erwärmung” besitzen als Kohlendioxid. Außerdem wirft die FAO der Tierwirtschaft massive Rodung vor, und nach Angaben des World Resources Institute ist die Abholzung für etwa 20 Prozent aller Emissionen der globalen Erwärmung verantwortlich.

Der FAO-Bericht folgte einer Studie vom April 2006, die von Wissenschaftlern an der University of Chicago durchgeführt wurde und die Menge an fossilem Brennstoff vergleicht, die zur Herstellung verschiedener Nahrungsmittel erforderlich ist, was auch den Brennstoff berücksichtigt, der für das Betreiben von Maschinen, Versorgen von Tieren mit Futter und Bewässern von Feldern erforderlich ist. Sie fanden heraus, dass der typische US-amerikanische Fleischesser für fast 1,5 Tonnen mehr Kohlendioxid pro Person und Jahr verantwortlich ist, als ein Veganer (reiner Vegetarier), schlichtweg wegen der unterschiedlichen Wahl an Nahrungsmitteln. Einem Bericht des American Journal of Clinical Nutrition von David Pimentel und Marcia Pimentel zufolge benötigt man mehr als 11 Mal soviel fossilen Brennstoff, um eine Kalorie aus tierischem Protein herzustellen, wie für die Herstellung einer Kalorie pflanzlichen Eiweißes notwendig ist.

Und was ist der “Lohn” dafür, den Planeten zu verschmutzen und fossilen Brennstoff zu verschwenden als gäbe es kein Morgen? Fettige Hühner-Nuggets und Hamburger. Mit anderen Worten Medikamente gegen zu hohes Cholesterin, Arztbesuche und Treffen bei Weight Watchers.

Ich mag kein Wissenschaftler sein, aber ich denke, die Antwort liegt auf der Hand: Fleisch zu essen, ist es nicht wert, das Weltklima zu ändern, Tiere umzubringen ?Schweine und Eisbären?und uns gleich mit dazu.

Bruce Friedrich ist Vizepräsident von People for the Ethical Treatment of Animals, 501 Front St., Norfolk, VA 23510; www.GoVeg.com.