Bekleidung

Bekleidung

“Was ist daran nicht in Ordnung, Leder zu tragen? Werden denn die Kühe nicht ohnehin ihres Fleisches wegen geschlachtet?“

Dies ist ein Punkt, in dem allgemeiner Irrglauben herrscht. Leder ist nämlich durchaus kein einfaches „Nebenprodukt“ der Schlachthäuser, sondern werden mittlerweile als „Co-Produkt“ der Fleischindustrie bezeichnet. Nach internen Angaben dieser Industrie stellen die Häute der Tiere „das wirtschaftlich bedeutendste Nebenprodukt der Fleischindustrie dar.“ Dies entspricht ca. 55-60% der Rindernebenprodukte.
Lässt die Milchproduktion der Kühe nach, wird beispielsweise die Haut zu Leder verarbeitet, und aus den Häuten ihrer Kinder, der Kälbchen, die für die Kalbfleischindustrie getötet werden, macht man Kalbsleder. Der wirtschaftliche Erfolg der Schlachthöfe (und der Intensivierhaltung) steht also in direkter Relation zum Verkauf von Lederprodukten. Eine verminderte Nachfrage nach beidem, tierischen Lebensmitteln und Lederprodukten, wird daher die Zahl der Kühe reduzieren, die in der Intensivtierhaltung leiden und sterben müssen. Es gibt so viele Alternativen zu Leder. Warum also solch unnötiges Leiden unterstützen?

“Ist Leder denn nicht besser für die Umwelt als synthetische Materialien?”

Obwohl Lederhersteller ihre Produkte gerne als „umweltfreundlich“ anpreisen, ist die Lederproduktion wirklich sehr umweltschädlich. Das Gerben soll die Tierhaut schließlich vor Verwesung schützen. Leder wird aus Tierhäuten unter Verwendung einer Vielzahl gefährlicher Substanzen gemacht, darunter Mineralsalze, Formaldehyd, Kohleteerderivate und verschiedene Öle, Färbemittel und Oberflächenbehandlungsmittel, von denen einige Cyanid enthalten.
Zumeist wird Leder oft auch unter dem Einsatz von Chrom gegerbt. Chrom ist als Umweltgift schon seit langem bekannt und auch gesundheitsschädlich. Zusätzlich zu den oben genannten toxischen Substanzen enthalten die Gerbereiabwässer auch noch große Mengen anderer Schadstoffe wie Eiweiße, Haare, Salz, Kalkschlamm, Sulfide und Säuren.

Zu den katastrophalen Folgen dieses giftigen Abfalls gehört die Gesundheitsgefährdung des Menschen resultierend aus den extrem erhöhten Blei-, Cyanid- und Formaldehydspiegeln im Grundwasser nahe Gerbereien. Das Centers for Disease Control and Prevention (Amerikanische Gesundheitsbehörde) fand heraus, dass die Leukämierate unter Anwohnern in der Umgebung einer Gerberei in Kentucky fünfmal so hoch lag wie im Landesdurchschnitt

“Ich habe gehört, die indische Lederindustrie soll besonders grausam sein. Ist es wirklich so schlimm?”

Da das Schlachten von Kühen und Rindern in den meisten Fällen in fast allen Bundesstaaten Indiens – bis auf ein paar wenige – verboten ist, treibt man die Tiere bis zu 150 Kilometer über die heißen, verstaubten Straßen über die Landesgrenzen zu Orten, wo sie auf LKWs verladen und zum Schlachten abtransportiert werden.
Gewöhnlich werden 15 bis 20 Tiere auf einen LKW gequetscht, der lediglich für fünf bis sechs Tiere vorgesehen ist, so dass die Rinder praktisch übereinanderstehen müssen. Das führt dazu, dass sie sich in der Beengtheit unabsichtlich die Hörner ins Fleisch stoßen oder aufeinander rumtrampeln und sich verletzen. Bei diesem Kampf um Platz brechen die Hörner und die Nasenringe reißen aus. Diese Bedingungen der absoluten Überfüllung sind ganz besonders grausam bei sengender Hitze, denn Hitzschlag und Erstickungstod sind die Folge.
Viele Tiere sind, wenn sie schließlich am Schlachthof angelangen, so krank und verletzt, dass sie nach drinnen geschleift werden müssen. Anderen reibt man scharfe Chilipaste und Tabak in die Augen oder bricht die Schwanzknochen durch schmerzhaftes Verdrehen, um sie so wieder auf die Beine zu zwingen. Manchen Tieren hackt man die Beine ab oder häutet sie bei lebendigem Leibe.
Wegen dieser Tierquälerei verzichten immer mehr Menschen in Indien, den Deutschland und dem Rest der Welt auf den Kauf von Leder. In unserer technologisch fortschrittlichen Zeit ist es leicht, kostengünstige und qualitative hochwertige Schuhe und Accessoires zu finden, die modern und ohne Tierleid sind.
Hier sehen Sie Aufnahmen der indischen Lederindustrie.

“Ich habe keine Zeit, lange herumzusuchen, um lederfreie Schuhe und Accessoires zu finden.”

Lederfreie Produkte gibt es wirklich überall. Man findet Schuhe, Taschen und andere Produkte in zahlreichen Kaufhäusern und Schuhgeschäften (z.B. Deichmann). Man muss schon genau hinsehen, denn vieles, was wie Leder aussieht, ist bereits synthetisches Leder (Pleather), also genau auf die Etiketten schauen! Oft haben Lederimitate den Nebeneffekt, günstiger zu sein.

“Warum ist es nicht in Ordnung, Wolle zu tragen?”

Genau wie bei den anderen Industrien, die Tiere des Profits wegen züchten, finden die Belange der Tiere auch bei der Wollindustrie kaum Berücksichtigung. Herden bestehen normalerweise aus Tausenden von Schafen, so dass es faktisch unmöglich ist, einem einzelnen Tier und seinen Bedürfnissen Aufmerksamkeit zu schenken. Viele Leute glauben noch immer, es würde den Schafen helfen, wenn sie geschoren werden, da sie sonst unter der Last der Wolle litten. Aber ohne die Einmischung des Menschen würde den Schafen nur soviel Wolle wachsen, wie sie benötigen, um sich vor extremen Temperaturen zu schützen.

Der überwiegende Teil der Wolle kommt aus Australien. Nur wenige Wochen nach der Geburt werden den Lämmern die Ohren durchknipst, die Schwänze abgeschnitten, und die männlichen Schafe werden kastriert -alles ohne Betäubung. Die männlichen Lämmer werden kastriert, wenn sie 2 bis 8 Wochen alt sind. Dazu wird ein Gummiring benutzt, um die Blutzufuhr zu unterbinden -eine der schmerzhaftesten Methoden der Kastration, die es überhaupt gibt. Viele der Lämmer sterben, noch bevor sie acht Wochen alt sind, an den äußeren Bedingungen oder sie verhungern, und viele ausgewachsene Schafe sterben infolge von Krankheit, fehlender Unterstellmöglichkeit und Vernachlässigung.
Um einen „Fliegenbefall“ zu verhindern, wenden die australischen Farmer eine geradezu barbarische Operationsmethode an, das „Mulesing“; dabei werden den Lämmern – ohne Betäubung – große Fleisch- und Hautstreifen hinten an den Beinen abgeschnitten. Und beim Scheren geht es nur ums Tempo. Die Scherer werden gewöhnlich nach Menge bezahlt, nicht nach Stunden. Daher sind sie bemüht, so schnell wie möglich zu arbeiten, ohne Rücksicht auf Verluste. Ein Augenzeuge meinte treffend: „Der Scherstall muss wohl einer der schlimmsten Plätze der Erde sein, wenn es um Tierquälerei geht. Ich habe schon gesehen, wie die Scherer die Schafe solange mit ihren Schermessern oder Fäusten schlugen, bis sie aus der Nase bluteten. Und ich habe Schafe gesehen, denen man das halbe Gesicht weggeschnitten hatte.“

“Ist die Pelzindustrie wirklich so grausam, wie die Leute immer behaupten?”

Sogar noch grausamer. PETAs Ermittlungen auf Pelztierfarmen haben aufgedeckt, dass manche Tiere per Analstromschlag getötet werden; dabei wird den Tieren ein elektrisch geladener Stahlstab in das Rektum eingeführt, und die Tiere werden quasi von innen verbraten. Herausstehende gebrochene Knochen, Infektionen der oberen Atemwege und Krebsgeschwüre gehörten auf einer Farm, die Gegenstand einer Ermittlung von PETA USA war, zu den Wunden und Erkrankungen, die die Tiere ohne tierärztliche Versorgung ertragen mussten.
Tiere, die in Tellereisen geraten, haben so entsetzliche Schmerzen, dass einige sogar ihre eigenen Gliedmaßen abbeißen, um zu entkommen. Unfähig zu essen, sich warm zu halten oder sich selbst vor Feinden zu schützen, sterben viele der Tiere qualvoll, noch bevor der Fallensteller kommt, um sie zu töten. Andere wiederum leiden tagelang in den Fallen, bis sie getötet werden. Um den Pelz nicht zu verletzen, werden die Tiere vom Fallensteller häufig totgeschlagen oder -getreten. In den meisten Staaten der USA gibt es keinerlei Vorschriften in Bezug auf das Schlachten der Tiere.
Hinzu kommt, dass noch immer Hunde- und Katzenfelle aus China in deutschen Kaufhäusern angeboten werden. Diese werden nicht selten bei lebendigem Leib verbrüht und gehäutet. Durch keine oder falsche Etikettierungen werden potenzielle Käufer getäuscht.
Ob nun mit den unendlichen Schmerzen gefangen in einem Tellereisen oder einem elenden Leben in einem winzigen Käfig – die Tiere leiden unsäglich. Hier erfahren Sie mehr über die Grausamkeiten der Pelzindustrie und darüber, was PETA Deutschland e.V dagegen tut: www.pelzinfo.de

“Warum verschenkt PETA Pelzmäntel an Obdachlose?”

Pelzmäntel, die keiner mehr will, mit roter Farbe markiert an Obdachlose zu verschenken, hilft nicht nur, diese Menschen warm zu halten, sondern auch, den Berichten über ein „Comeback“ des Pelzes Contra zu geben, indem wir zeigen, dass wir mehr Pelzspenden denn je zuvor von Leuten erhalten, die erschüttert sind über die Grausamkeiten auf Pelztierfarmen und beim Fallenfang. Wenn wir von den Medien interviewt werden, was die Abgabe der Pelze angeht, können wir klarmachen, dass wir selbst dann noch reichlich Pelze übrig haben, wenn wir Hunderte für Ausstellungen zu Aufklärungszwecken benutzt, vor Museen und Pelzgeschäften abgeladen, durch die Straßen schleifen, begraben und verbrannt und sogar an Wildwarte als Bettpolster für Tiere abgegeben haben.
Diese Abgabe von Pelzen handelt außerdem allen Bemühungen der Pelzhändler zuwider, die krampfhaft versuchen zu zeigen, Verkaufszahlen gingen wieder nach oben oder Pelz sei ein Statussymbol und „schick“. Der überwältigende Zustrom an Pelzen in unseren Büros zeigt ganz klar, dass die Ära des Pelzes vorbei ist.

“Wie gewinnt man Daunen?”

Normalerweise bindet man die Enten und Gänse an den Füßen fest, zieht sie an den Hälsen hoch und reißt ihnen die Federn aus. Während dieses Rupfvorgangs erleiden die zappelnden Vögel oft Verletzungen. Dann steckt man sie in ihre Käfige zurück, bis sie wieder „reif“ fürs Rupfen sind. Dieser Vorgang beginnt etwa in der neunten Lebenswoche und wird alle 6 Wochen fortgesetzt, bis es ab zum Schlachter geht.
Oft werden denjenigen Enten und Gänsen die Federn gerupft, die auch für die Nahrungsgewinnung gehalten werden. Ganz besonders diejenigen, aus denen man „Leberpastete“(Foie Gras) macht, leiden entsetzlich. Sie werden bis zu sechsmal täglich zwangsgestopft. Dazu stößt man ihnen einen Trichter tief in den Schlund und pumpt ihnen täglich bis zu sechs Pfund salzigen fettigen Maisbrei in den Magen, bis die Lebern der Vögel krankhaft auf ein Vierfaches ihrer normalen Größe angewachsen sind.

Synthetische Alternativen zu Daunen sind nicht nur frei von Grausamkeit, sondern auch billiger und behalten, im Gegensatz zu Daunen, ihre Isolierfähigkeit bei jedem Wetter.