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Fehmarn: Giftköder auf Ferienhausgrundstück gefunden – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

 
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Tierrechtsorganisation gibt Tipps für Hundehalter bei Vergiftung-Gefahr

Stand Mai 2017
Fehmarn / Stuttgart, 31. Mai 2017 – Suche nach Tierquäler: Einer Polizeimeldung zufolge fand ein Gast am Montag auf der Rasenfläche seiner Ferienwohnung in der Straße "In de Wisch" in Wulfen auf Fehmarn einen Giftköder. In der zusammengerollten und mit Garn umwickelten Scheibe Schinken befand sich eine graue, granulatähnliche Substanz, bei der es sich wahrscheinlich um Gift handelt. Die Feriengäste hatten gegen 11 Uhr mit ihren beiden Hunden das Haus verlassen und kehrten gegen 13:45 Uhr zurück. Bei der Rückkehr fand der Hundehalter den präparierten Köder, den ein Unbekannter wahrscheinlich von einem Weg aus über die Hecke auf das Grundstück geworfen hatte. Die Polizeistation Fehmarn ermittelt und bittet unter der Telefonnummer 04371 50 30 80 um sachdienliche Hinweise. Um die Suche nach dem Täter zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zu seiner Ermittlung führen. Zeugen können sich unter der Telefonnummer 01520 7373341 oder per E-Mail bei PETA melden – auch anonym.

„Der Tierquäler muss schnellstmöglich gefasst werden, damit Vierbeiner auf Fehmarn wieder sorglos im Garten laufen und spazieren geführt werden können“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Urlaubsgäste mit Hunden sollten für den Notfall Adressen von Tierärzten in der Nähe bereithalten. Der Täter muss sich darüber im Klaren sein, dass Giftköder nicht nur für Hunde, Katzen und freilebende Tiere, sondern auch besonders für Kinder lebensbedrohlich sein können.“
 
PETA hat jetzt gemeinsam mit Josera einen umfangreichen Giftköder-Ratgeber erstellt, der hier kostenlos als E-Book heruntergeladen werden kann.
 
Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht Lebensgefahr – das Tier kann an inneren Verletzungen qualvoll sterben. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
 
Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

Weitere Informationen:
PETA.de/Giftkoeder
PETA.de/Tierquälerei
PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
Veganblog.de/2016/08/Melderegister-Giftkoeder-Berlin/

Das Video zur ersten Hilfe beim Hund:
PETA.de/Erste-Hilfe-für-den-Hund

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de