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Fellwechsel bei Hund und Katze: PETA-Expertin gibt Tipps zur tiergerechten Körperpflege

 
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Stand Februar 2015
Stuttgart, 20. Februar 2015 – Haariger Vorfrühling für Vierbeiner: Welcher Tierhalter kennt das nicht? Kaum steigen die Temperaturen und die Tage werden länger, verlieren Hunde und Katzen das wärmende Winterfell. Der Fellwechsel bedeutet für Menschen ein vermehrtes Aufkommen an Tierhaaren, die leicht weggesaugt werden können. Für Vierbeiner kann diese Phase des Jahres jedoch recht mühsam sein und insbesondere langhaarige Tiere benötigen jetzt ein Plus an Fürsorge. Sylvie Bunz von der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hat hilfreiche Tipps zusammengestellt, um den tierischen Freund bei der Körperpflege zu unterstützen.

„Eine regelmäßige Fellpflege ist sehr wichtig“, so Sylvie Bunz. „Vierbeiner genießen die Extraportion Zuneigung, die Mensch-Tier-Beziehung wird gestärkt und als positiver Nebeneffekt bleibt die Wohnung frei von Tierhaaren.“

Hunde und Katzen während des Fellwechsels täglich bürsten: Spezielle Kämme und Bürsten entfernen vor allem abgestorbene Haare und fördern gleichzeitig die Durchblutung der Haut – so wird der Wechsel beschleunigt. Außerdem lässt sich das herausgekämmte Fell anschließend direkt dem Kämmwerkzeug entnehmen und „flugfrei“ entsorgen. Für jedes Fell gibt es die richtige Bürste, am besten lassen sich Tierhalter im Fachgeschäft beraten.

Viele Hunde und Katzen empfinden die Fellpflege mit Fellpflegehandschuhen als wohltuend: Handschuhe mit Kunststoffnoppen schonen die empfindliche Tierhaut und lösen lockere Haare. Diese Art der Pflege kommt einer Massage sehr nah und wird von tierischen Begleitern zumeist sehr genossen. Insbesondere bei kurzhaarigen Tieren ist der Handschuh sinnvoll. Für alle langhaarigen Vierbeiner gilt: Kämme und Striegel sollten nicht zu scharf sein, ansonsten besteht Verletzungsgefahr.

Gebürstet wird in Wuchsrichtung der Haare stets vom Kopf abwärts in Richtung des Körpers und der Beine: Bei Tieren mit dichtem Fell ist es ratsam, sich durch immer neue Scheitel vorwärts zu arbeiten. Diese dann nach und nach vom Hals abwärts ziehen, um das Fell jeweils rechts und links von der gezogenen Kammlinie ordentlich durchzuarbeiten. So kann die wärmende Unterwolle ausgekämmt werden. Diese Art der Fellpflege für langhaarige Tiere wird als „Line-Brushing“ bezeichnet.

Die Zugabe von ungesättigten Fettsäuren zur Tiernahrung kann den Haut- und Haarstoffwechsel fördern: Kleine Ölmengen regen das Haarwachstum an und können bei schuppiger Haut oder trockenem, struppigen Fell helfen. Hunde und Katzen benötigen vor allem Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzung, daher empfiehlt es sich, dem Futter im regelmäßigen Wechsel Leinöl, Rapsöl, Walnussöl und Hanföl hinzuzugeben. Aber Vorsicht: Zuviel Öl kann Verdauungsbeschwerden verursachen.

Tierhalter aufgepasst: Verlieren Tiere plötzlich eine große Menge an Haaren und leiden unter Juckreiz in Form von kreisrunden haarlosen Stellen, sollten Tierhalter mit ihren Lieblingen einen Tierarzt aufsuchen. Auslöser können sowohl Pilzerkrankungen als auch immunologische oder hormonelle Erkrankungen sein und müssen unbedingt behandelt werden.


Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de