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Festgebundene Welse und lebende Köderfische: PETA erstattet Anzeige gegen Angler am Liblarer See.

 
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Stand August 2014
Erftstadt / Köln / Stuttgart, 6. August 2014 – Quälen und Töten als Freizeitbeschäftigung am Liblarer See: Nach einem durch zahlreiche Zeugen bestätigten Hinweis erstattete die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. vergangene Woche bei der Staatsanwaltschaft Köln Anzeige gegen Mitglieder des Angelvereins Liblar. Die Vorwürfe lauten unter anderem gegen ein Vorstandsmitglied: Angeln mit lebenden Köderfischen, Catch & Release (Fangen und Freilassen von Fischen), sowie Anbinden von lebenden Welsen mit einem Seil durch Mund und Kiemen, um die Tiere über Nacht am Wegschwimmen zu hindern.
„Einen lebenden Fisch mit einem Haken zu durchbohren und ihn als Köder zu verwenden, bereitet dem Wirbeltier erhebliche Qualen und ist daher rechtswidrig“, so Dr. Tanja Breining, Fachreferentin für Meerestiere bei PETA Deutschland e.V. „Ähnlich brutal ist es, Welsen eine Schnur durch Mund und Kiemen zu ziehen und sie am Ufer festzubinden.“
 
Internationale Wissenschaftler sind sich darin einig, dass Fische Schmerzen empfinden (1) und auch im Mundbereich über Schmerzrezeptoren verfügen. Professor Hoffmann von der Tierärztlichen Fakultät an der Universität München überzeugte den Richter bei einem Prozess gegen einen Angler davon, dass Fische beim Angeln leiden. Professor Fricke vom Max-Planck-Institut in Seewiesen vergleicht die Intelligenz von Fischen mit der von Primaten und laut Professor Krause vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie sind Fische sogar in der Lage, Fußball zu spielen. Vor diesem Hintergrund fordert die Tierrechtsorganisation PETA ein Ende der sogenannten Sportfischerei.

(1) Segner, 2012; Sneddon, 2011; Braithwaite, 2010


Weitere Informationen:
PETA.de/Fische
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0) 30 - 68 32 666 04, JudithS@peta.de