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Festtagsgefahren – und wie Sie sie verhindern können

Stand Dezember 2012
Stellen Sie sich die Festtage doch einmal aus der Perspektive Ihres tierischen Mitbewohners vor: blinkende Lichter, herumliegende Süßigkeiten und Lametta, das nur darauf wartet, vom Baum gezogen zu werden. Unsere Mitbewohner sind in der Weihnachtszeit so vielen Reizen ausgesetzt, dass sie ihnen kaum widerstehen können.

Wir Menschen müssen dafür Sorge tragen, dass unsere Tiere die Festtage glücklich und sicher überstehen. Hierfür gibt es einige grundlegende Tipps.

Wichtig ist: Seien Sie für den Notfall gewappnet! Sie sollten stets die Telefonnummern und Adressen des tierärztlichen Wochenend-Notdienstes, der nächsten erreichbaren Tierklinik mit 24-Stunden-Service und den Giftnotruf parat haben.

 

© PETA

Weihnachten

Denken Sie bei der Auswahl der Weihnachtsdekoration an Ihre Vierbeiner und vermeiden Sie folgende Gefahren:

Der Weihnachtsbaum sollte unbedingt gut gesichert werden: Befestigen Sie ihn am besten zusätzlich mit einer Nylonschnur an der Wand oder an der Decke, um ein Umfallen zu verhindern. Lassen Sie den Baum einige Zeit ungeschmückt stehen, so dass sich Ihre tierischen Mitbewohner an ihn gewöhnen können.

Übrigens: Die Konservierungsmittel des Weihnachtsbaums und Tannennadeln im Wasser des Baumständers können Tieren schaden. Verdecken Sie am besten den Ständer und alle Stromkabel mit einem Tuch.

Schmücken Sie den Baum nicht mit zerbrechlichen Kugeln: Wenn diese herunterfallen, können sich Hund und Katze daran die Pfoten aufschneiden. Auch mit Metallhaken befestigter Baumschmuck kann verschluckt und so zur großen Gefahr werden!

Besonders Katzen finden Lametta und Weihnachtsgirlanden oft interessant – wird der Schmuck aber beim Spielen verschluckt, kann dieser den Verdauungstrakt der Tiere blockieren oder sogar Darmwände durchbrechen! Versuchen Sie in diesem Fall niemals, Ihrem Tier die Schnur wieder aus dem Mund zu ziehen, sondern bringen Sie Ihren vierbeinigen Gefährten direkt zum Tierarzt!

© PETA
Eine weitere Gefahrenquelle sind Kerzen: Lassen Sie Tiere niemals – auch nicht für einen Augenblick – mit brennenden Kerzen alleine!

Erklären Sie Ihren Gästen, warum sie den Tieren keine Süßigkeiten geben sollten. Schokolade beispielsweise enthält den Stoff Theobromin, der für Hunde giftig ist und zu Herzstörungen, Schlaganfällen und sogar zum Tod führen kann. Achten Sie immer auch darauf, dass Sie alkoholische Getränke außerhalb der Reichweite Ihrer tierischen Begleiter platzieren!

Vorsicht gilt ebenso bei Stechpalmzweigen, Mistelzweigen und Weihnachtssternen, da die Pflanzen zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall führen können. Stellen Sie die „Übeltäter“ also in jedem Fall außer Reichweite der Vierbeiner auf! Auch Duftöle und Schneespray können giftige Substanzen enthalten und gehören nicht in die Reich- und Riechweite von Tieren.

Einige Tierhalter sind sich der hausgemachten Gefahren leider nicht bewusst. Informieren Sie bitte Ihre Freunde und Bekannten, damit Menschen und Tiere gemeinsam ein schönes und sicheres Weihnachtsfest feiern können.

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke
Denken Sie bitte immer daran: Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke! Jedes Jahr landen unzählige verschenkte Tiere im Tierheim, weil sie plötzlich nicht mehr interessant sind oder von Anfang an nicht gewollt waren. Wenn Sie sich sicher sind, dass Sie einem Tier ein Zuhause schenken können, dann gehen Sie nach Weihnachten in das örtliche Tierheim und suchen Sie dort nach einem neuen Begleiter!

© PETA

Silvester

Auch das geräuschvolle Willkommenheißen des neuen Jahres birgt für Tiere größte Gefahren. An Silvester – und auch schon die einige Tage vor dem Jahreswechsel – verursachen explodierende Feuerwerkskörper und Böller bei vielen Tieren Panik und auf der Suche nach einem Versteck sind schon viele Hunde und Katzen verloren gegangen.

Lassen Sie Ihre tierischen Begleiter deshalb nicht im Freien, sondern nehmen Sie sie frühzeitig mit ins Haus. Schließen Sie die Rollläden, lassen Sie das Licht brennen und leise Musik oder den Fernseher laufen, so dass die Tiere so wenig wie möglich vom Feuerwerkslärm mitbekommen.

Wenn Sie am Abend noch kurz mit Ihrem Hund Gassi gehen, dann lassen Sie ihn auf jeden Fall an der Leine und stellen Sie sicher, dass er ein Halsband mit Adressanhänger und Telefonnummer trägt, falls er es doch schafft, sich aus dem Geschirr zu befreien. Sobald jedoch die ersten Feuerwerkskörper in die Luft gehen, sollten Sie Ihren Liebling auf keinen Fall mehr mit nach draußen nehmen!

Wenn in Ihrer Familie Bleigießen zum Silvesterritual gehört, müssen Sie darauf achten, dass Hunde und Katzen nicht an das verwendete Wasser gelangen. Dieses kann zu schweren Vergiftungen führen.

Denken Sie zu Silvester auch an Ihr Pferd: Pferde sind Fluchttiere, die bei Gefahr leicht in Panik geraten. Sie versuchen dann, Hindernisse wie z.B. Stromzäune zu überwinden, die sie sonst meiden würden. Deshalb sollten sie in jedem Fall frühzeitig in einen sicheren Stall gebracht werden. Auch kommt es immer wieder vor, dass Menschen absichtlich Feuerwerkskörper in Ställe oder auf Tiere werfen. Deshalb sollte eine vertraute Person im Stall sein oder zumindest regelmäßige Kontrollen durchführen, um solche Gefahren gar nicht erst Wirklichkeit werden zu lassen.