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Fischbestände in den Aargauer Flüssen sterben aus – PETA fordert Angler auf, die Rute an den Nagel zu hängen

 
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Stand April 2014
Kanton Aargau (CH) / Gerlingen (D), 2. April 2014 – Fischbestände in ernster Gefahr: Laut einem Medienbericht in der „Aargauer Zeitung“ ist es um die Fischbestände in den Flüssen Aare, Rhein, Limmat und Reuss schlecht bestellt. Die Fischpopulationen sind hier massiv eingebrochen. An der dramatischen Situation tragen neben Rückständen von Medikamenten und Chemikalien im Wasser auch Menschen die Schuld, die Fische aktiv töten. So zum Beispiel „Hobby“-Angler, die unter dem Vorwand der Naturnähe sensible Lebewesen wie Fische fangen und töten. Vor diesem Hintergrund fordert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. alle Angler auf, die Rute an den Nagel zu hängen und sich in der Natur einen tierfreundlichen Zeitvertreib zu suchen.
 
„Die Aargauer Fische müssen vor Anglern geschützt werden“, so Dr. Tanja Breining, Kampagnenleiterin für Meeresbewohner bei PETA Deutschland e. V. „Umweltschutz und Angeln vertragen sich nicht. Es ist an der Zeit, umzudenken und Fische bestmöglich zu schützen. Es gilt, ihre Lebensräume aktiv zu erhalten, anstatt die Fische mit der Angelrute in der Hand zu töten.“
Vom Verzehr von Fischen ist im Übrigen eindeutig abzuraten: Chemikalien, die bei Fischen zu Krankheiten und Unfruchtbarkeit führen, werden über die Nahrungskette auch vom Menschen aufgenommen und führen auch bei ihm zu Erkrankungen.
 
PETA betont außerdem, dass Fische kein Spielzeug sind. Anstatt sensible Lebewesen in eine Falle zu locken und sie anschließend zu töten, sollten Naturfreunde lieber Müll und Glas in Ufernähe einsammeln und Unrat aus dem Wasser fischen. Wer den Fischen nahe sein möchten, der kann tauchen und schnorcheln und dabei mit der Unterwasserkamera „Jagd“ auf Fische machen.

Fische sind faszinierende Tiere, die Freundschaften schließen und Familien gründen. Laut Studien des Max-Planck-Instituts in Seewiesen sind sie ebenso intelligent wie Primaten und gehören zu den wenigen Tierarten, die Werkzeuge benutzen. Zwei neue Gutachten der Schweizer Eidgenössischen Ethikkommission für Biotechnologie im Außerhumanbereich (EKAH) befassen sich intensiv mit der Kognition und dem Bewusstsein von Fischen. Die Verfasser, Philosoph Markus Wild und Biologe Helmut Segner[1], belegen, dass Fische Schmerzen empfinden, ein Bewusstsein haben, lernfähig sind und kooperieren können. Auch internationale Studien von Sneddon[2] und Braithwaite[3] kamen zu diesem Ergebnis.
 
 
Dennoch sterben jedes Jahr weltweit 1.500 Milliarden Fische für die Nahrungsindustrie – mehr, als alle anderen Tiere zusammengenommen.


Quellen:
[1] Segner, 2013; [2] Sneddon, 2011; [3]Braithwaite, 2010.

 

Weitere Informationen:

 

Kontakt:
Judith Stich, +49 (0) 30 - 68 32 666 04, JudithS@peta.de