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Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Fische starke Schmerzen empfinden. Dies bestätigen u.a. die Arbeiten von Markus Wild und Helmut Segner (EKAH, 2012), Dunlop (2005), Chandroo (2004) und Sneddon (2003).

Fische fühlen Schmerzen

"Obwohl Fische nicht schreien, wenn sie Schmerzen und Angst haben, sollte ihr Verhalten Beweis genug für ihr Leid sein, wenn sie mit dem Haken aufgespießt oder im Netz gefangen werden. Sie kämpfen, um zu fliehen, und zeigen damit, dass sie einen Überlebenswillen haben. ..."

"Es wurde gezeigt, dass Fische (genau wie andere Wirbeltiere, einschließlich des Menschen) über die Fähigkeit zur Schmerzbetäubung verfügen. Sobald ein Tier verletzt wird werden opiumähnliche Substanzen (Enkephaline und Endorphine) freigesetzt. ... Die Existenz dieses Schmerz dämpfenden Opiumsystems impliziert, dass eine Fähigkeit zur Schmerzempfindung vorhanden sein muss, anderenfalls hätte es kaum Sinn, dass sich bei Tieren ein solches System überhaupt entwickelt hat. ..."

Michael W. Fox, D.V.M., Ph.D.


"Es mag noch immer Menschen geben, die argumentieren, wir könnten nicht zweifelsfrei beweisen, dass irgendein Wirbeltier außer dem Menschen Schmerz empfindet. Wir schlussfolgern jedoch, dass, wenn auch nur eines dazu in der Lage ist, es nahe liegt, dass alle Wirbeltiere (einschließlich Fischen) als Reaktion auf schädliche Reize mittels ähnlicher neuropharmakologischer Prozesse ähnliche Empfindungen in größerem oder kleinerem Maße haben. ..."

"Die anscheinende Universalität der neuropharmakologischen Basis aller Wirbeltiere für die Wahrnehmung schmerzhafter (und angenehmer) Reize verbietet uns, jenen zuzustimmen, die einen Unterschied dieser Funktion bei "warmblütigen" und "kaltblütigen" Mitgliedern dieser Gruppe erkennen wollen. ..."

"Jeder Haken verursacht Gewebeschäden, wenn er einsticht, und fügt dem Tier damit medizinisch gesehen eine Verletzung zu. ..."

"Die Bedingungen des Wettbewerbsangelns oder des Angelns von Einzelexemplaren fordern, dass die Fische über einen längeren Zeitraum hinweg (im Wasser) in einem Fangnetz festgehalten und untersucht, gewogen und eventuell (an der Luft) fotografiert werden, bevor sie am Ende wieder freigelassen werden. Alle derartigen Prozeduren müssen beim Fisch die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen erhöhen. ..."

"Wird es aus dem Wasser entfernt, unterliegt das Gewebe des Fisches einem Druck an der Luft, der im Vergleich zu dem Druck, dem er unter Wasser ausgesetzt ist, weitaus geringer ist und sich in Art und Weise enorm davon unterscheidet. In den verschiedenen peripheren Systemen entstehen folglich enorme Veränderungen, die den lymphatischen und venösen Blutdruck und die Atmung beeinflussen. An den Kiemen treten tendenziell Blutungen auf, und statt zu sich zu verteilen gerinnt das Blut und verringert die tatsächliche Atmungsoberfläche. ..."

"Noch bedeutender sind die Auswirkungen der Austrocknung und insbesondere der Berührung von Haut und Kiemen. Die Außenfläche des Fisches besteht nicht wie allgemein angenommen aus Schuppen. Die Schuppen befinden sich in der Dermis, d. h. in der mittleren Hautschicht. Darüber liegt die Epidermis mit ihrer schleimigen Oberfläche. Die Epidermis ist ein sehr empfindliches, transparentes Gewebe, das den Wasserschutz, d. h. einen wichtigen Bestandteil der physiologischen Kontrolle der Flüssigkeitsbalance zwischen dem Fisch und seiner Umgebung, gewährleistet. Darüber hinaus bildet sie die Grenze zwischen dem Fisch und der großen Zahl unterschiedlicher krankheitserregender Mikroorganismen im Wasser. Durch die Berührung von Fischen mit einem Fangnetz oder mit der Hand zur Entfernung des Hakens wird diese empfindliche Schicht mit großer Sicherheit beschädigt. Ein Fisch erleidet ein schweres Trauma, wenn er fest in ein trockenes Tuch eingewickelt wird, wodurch beträchtliche Teile der Epidermis vom Körper entfernt werden. ..."

"Ein längeres Zurschaustellen der Fische, insbesondere, wenn sie später wieder ins Wasser geworfen werden, ist abzulehnen. Wenn Knochenfische schwer gestresst und bis zur Erschöpfung aufgeregt werden, machen sie inten-siven Gebrauch von ihrem "weißen" Muskel-system. Dieses unterscheidet sich insofern von den roten Skelett-muskelsystemen höherer Wirbeltiere, als es anaerob ist und, obwohl kurzfristig sehr effizient, bei Erschöpfung eine große Menge Milchsäure ansammelt, bei deren Beseitigung sich das Muskelsystem in einem längeren Erschöpfungszustand befindet. Ein vollständig erschöpfter Fisch wird daher mehrere Stunden nach dem Fang fast unfähig sein, sich zu bewegen. Während dieser Zeit läuft er Gefahr, von Raubfischen angegriffen oder von seiner unbelebten Umgebung verletzt zu werden."

Lord Medway et. al., "Report of the Panel of Enquiry Into Shooting and Angling" gesponsert von der Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals