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Fischerfest Cuxhaven: PETA spendiert 500 vegane Sushis und 500 pflanzliche Fischstäbchen bei Namensänderung in „Veggie-Fest“ unter dem Motto „Fische achten, statt schlachten“

 
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Stand Juni 2017
Cuxhaven / Stuttgart, 2. Juni 2017 – Ozeangeschmack ohne Fisch: Am kommenden Samstag findet in Cuxhaven ein Fischerfest statt. Im Sinne des Tierschutzes und für den Erhalt des Lebensraums Ozean kontaktierte PETA nun die Fischwirtschaftliche Vereinigung Cuxhaven e. V. und schlug vor, bei Veranstaltungen dieser Art auf ein neues Konzept zu setzen: Feiern die Bürgerinnen und Bürger aus Cuxhaven künftig ein Veggie-Fest unter dem Motto „Fische achten, statt schlachten“, spendiert die Tierrechtsorganisation 500 vegane Sushis und 500 pflanzliche „Fischstäbchen“ und unterstützt die Gemeinschaft außerdem mit zahlreichen tierfreundlichen Rezeptvorschlägen.
 
„Fische sterben für einen kurzen Gaumenkitzel“, so Dr. Tanja Breining, Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Werden hingegen Algen- und Gemüsesushi oder pflanzliche Fischstäbchen auf dem Fest serviert, könnten die Cuxhavener unzählige Tierleben retten – das wäre ein großartiges Zeichen von Mitgefühl der Bürgerinnen und Bürger für alle Wasserbewohner.“
 
Jedes Jahr werden zwischen 970 und 2.700 Milliarden Fische für unsere Ernährung aus den Meeren gefangen. Weitere 450 bis 700 Milliarden Fische werden gefischt, um daraus Fischmehl und -öl für die Fütterung der 37 bis 120 Milliarden Fische herzustellen, die weltweit in Aquakulturen gezüchtet werden [1]. Hinzu kommen Milliarden Meerestiere, die als unerwünschter „Beifang“ in den Netzen landen und sterbend oder tot wieder über Bord geworfen werden. 

 
Aus den Meerestiefen heraufgezogen erleiden Fische eine qualvolle Druckverminderung, die dazu führen kann, dass ihnen die Augen aus den Höhlen treten und die Schwimmblase reißt. Wenn sie nicht bereits in den Netzen zerquetscht werden, müssen sie an Bord der Schiffe ersticken oder werden noch bei Bewusstsein aufgeschnitten.

 
Internationale wissenschaftliche Studien und Gutachten zeigen, dass Fische Angst und Schmerz spüren [2]. Fische sind intelligente Tiere. Einige Arten benutzen Werkzeuge oder unterscheiden Gesichter. Sie leben oft in komplexen Sozialverbänden, schließen teils enge Freundschaften und kooperieren nicht nur mit Artgenossen [3].
Im März 2017 fand der erste Welttag zur Abschaffung von Fischerei und Aquakultur statt, der von mehr als 50 Organisationen weltweit unterstützt wird [4].

 
PETA warnt zudem vor gesundheitlichen Folgen des Fischverzehrs: Da die Ozeane zunehmend mit Plastik verschmutzt sind und bereits Fischlarven Mikropartikel aufnehmen, reichert sich das Plastik über die Nahrungskette an – und landet so auch in immer größeren Mengen im menschlichen Körper.
 
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.
 
[1] Quelle: Fishcount.org.uk
[2] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichungen von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose), 2013.
[3] Balcombe, Jonathan P. (2016): What a Fish Knows: The Inner Lives of Our Underwater Cousins. Print

[4] www.end-of-fishing.org.

 
Weitere Informationen:
PETA.de/Fische
PETA.de/Fische-Schmerz-Neocortex
Veganstart.de
PETA.de/Ernährung
 
Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de