Spenden
 »  »  »  » Fischertag in Memmingen: PETA-Protestaktion verhindert den Tod vieler Fische beim jährlichen „Wettangeln“

Fischertag in Memmingen: PETA-Protestaktion verhindert den Tod vieler Fische beim jährlichen „Wettangeln“

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge
Stand Juli 2013
Memmingen / Gerlingen, 27. Juli 2013 – Am heutigen Morgen stürmten PETA-Unterstützer das „Wettangeln“ in Memmingen, sie sprangen ins Wasser und verhinderten, dass viele Fische gefangen wurden. Anlass für diese spektakuläre Aktion ist der „Memminger Fischtag“: Jährlich findet diese Veranstaltung in der Woche vor den bayerischen Sommerferien statt. PETA Deutschland e.V. hat durch die Protestaktion das Sterben unzähliger leidensfähiger Fische verhindert. Die Teilnehmer der Veranstaltung sind nicht nur Fischen, sondern auch Menschen gegenüber zu Gewalttaten fähig. Im Rahmen von Handgreiflichkeiten wurden PETA-Unterstützer verletzt und lassen sich derzeit im Krankenhaus behandeln. PETA kritisiert den „Memminger Fischtag“ auf das Schärfste und fordert die Abschaffung dieser sogenannten Traditions-Veranstaltung.

„Menschen die zu Gewalttaten an Tieren fähig sind, haben eine geringere Hemmschwelle als andere, auch Menschen gegenüber Grenzen zu überschreiten.“ so Dr. Tanja Breining, Kampagnenleiterin für Meerestiere bei PETA Deutschland e.V. „Bei diesem ‚Event‘ handelt es sich um ein brachiales Ereignis, das Quälerei gesellschaftsfähig macht.“

Der Fischertag in Memmingen: Eine reine Wettveranstaltung für Menschen ohne Mitgefühl. Zu dem Fest kommen in jedem Jahr ca. 30.000 bis 40.000 Menschen als Mitwirkende und Zuschauer. Ziel ist es, innerhalb von 30 Minuten die schwerste Forelle zu fangen, um den Titel des „Fischerkönigs“ zu erwerben. Das schwerste Tier wird dann als „Königsforelle“ an ein Brett genagelt und zur Schau gestellt, zahlreiche gesetzliche Tierschutzvorgaben werden hierbei ignoriert. An diesem Tag ist alles erlaubt – zum Leidwesen der Fische. Interessant zu wissen ist, es dürfen nur Männer teilnehmen, Frauen ist dies untersagt: Das sinnlose Töten der Forellen bleibt hier den Männern vorbehalten. Diese über hundert Jahre alte „Tradition“ ist ebenso tierquälerisch und gesellschaftlich überholt wie Stier-, Hahnen- oder Hundekämpfe.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass Fische - ebenso wie Menschen - Schmerzen, Stress und Angst empfinden. Professor Hoffmann von der Tierärztlichen Fakultät an der Universität München erbrachte den wissenschaftlichen Nachweis, dass Fische leidensfähig sind. Sein Kollege Dr. Fricke vom Max-Planck-Institut in Seewiesen konnte nachweisen, dass einige Fische ebenso intelligent sind wie viele Affenarten.

Diese Forschungsergebnisse liegen auch der Strafjustiz ist Deutschland vor und sie hat diese Erkenntnisse in mehreren Urteilen gegenüber Anglern bestätigt.

Bereits 2012 hatte PETA Strafanzeige im Rahmen des Fischertages erstattet: Doch die bayerischen Behörden tun sich bisher schwer, eine offizielle Klärung der Sachlage herbeizuführen. Die Grundrechte der Tiere, die auch im Grundgesetz verankert sind, stehen in diesem Bundesland noch immer dem Gewicht der „Tradition“ entgegen.

PETA-Unterstützer heute in Memmingen / © PETA

Dieses und weitere Motive finden Sie in druckfähiger Qualität zum Download hier:
fotos.peta.de/categories.php?cat_id=48

Weitere Informationen:
PETA.de/Fischerfest
Fischen-tut-weh.de

Kontakt:
Dr. Edmund Haferbeck, 0171 4317387, EdmundH@peta.de