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FOTO: PETA-Infomobil in Hamburg: Die grausame Wahrheit über die Eierproduktion

 
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Stand März 2012
Hamburg / Gerlingen, 20. März 2012 – Knochenbrüche, verstümmelte Schnäbel und verwachsene Füße – es sind schreckliche Bilder, die sich in der deutschen Geflügelindustrie abspielen. Bilder, die Menschen aufrütteln und einige gewiss dazu bringen, die eigene Ernährung zu überdenken. Um die grausame Wahrheit über die Eierproduktion in die Öffentlichkeit zu bringen, fährt das Infomobil der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. quer durch die Republik und machte am gestrigen Montag auch in Hamburg am Mönckebergbrunnen Halt. Mit dabei: ein PETA-Aktivist in einem Hühnerkostüm, der den Passanten mit einer Videodokumentation das Leiden der Hühner näherbrachte. Die Stadt Hamburg wollte die uneingeschränkte Vorführung des Videos über die Bedingungen in der Eierindustrie verhindern – erst nach Anrufung des Hamburger Verwaltungsgerichts konnten die willkürlichen Auflagen des Hamburger Genehmigungsbescheides außer Kraft gesetzt werden (Az.: 15 E 758/12).

„Jedes Jahr müssen über 50 Millionen Hühner in der deutschen Eierindustrie für menschliche Essensgelüste sterben“, so Sebastian Gasior, Kampagnenkoordinator bei PETA. „Mit der Aktion möchten wir die Öffentlichkeit über die Hintergründe aufklären und hoffen, dass infolgedessen der Konsum von Eiern reflektiert wird.“

PETA weist darauf hin, dass Hühner intelligente Tiere sind und über eine ausgeprägte Persönlichkeit verfügen. In ihrer natürlichen Umgebung schließen sie Freundschaften, lieben ihre Kinder und genießen auch mal ein schönes Staubbad oder ein Nickerchen in der Sonne. In der deutschen Eierindustrie müssen sie hingegen in schlecht belüfteten Hallen bei künstlich erzeugtem Licht ausharren, und sie werden mit kranken oder toten Tieren in winzigen, dreckigen Legebatterien zusammengepfercht. Unter den Gitterböden der Drahtkäfige befinden sich Kotgruben, aus denen Ammoniakgestank aufsteigt. Den weiblichen Küken wird häufig ein Teil des Schnabels ohne Betäubung abgeschnitten. Für die männlichen Tiere ist das Martyrium noch dramatischer: Da sie keinen wirtschaftlichen Nutzen bringen, werden sie bereits kurz nach dem Schlüpfen bei vollem Bewusstsein vergast oder geschreddert.

Nachdem der Bundesrat kürzlich beschloss, Hühner für die Eierproduktion weiterhin in Käfigen leiden zu lassen, wirft PETA den Politikern vor, Tiere als bloße Produktionseinheiten zu betrachten und der Bevölkerung vorzuleben, wie man Gerichtsurteile missachtet. Denn das höchste deutsche Gericht hatte bereits im Jahr 1999 entschieden, dass die Hühnerhaltung so gestaltet sein muss, dass die Hennen scharren, picken, sandbaden und geschützt Eier legen können. Die Käfighaltung war bereits damals als tierschutzwidrig erkannt worden.

Weitere Informationen:
www.peta.de/huehner
www.peta.de/faktenblatthuehner

Interviewkontakt:
Sebastian Gasior, Mobil: 0172 5638498, SebastianG@peta.de
(C) PETA