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Fotoshooting mit einem Elefanten auf der „Nikon Solutions Expo“ in Essen

PETA übt scharfe Kritik und warnt vor hoher Unfallgefahr

Stand April 2012
Essen / Gerlingen, 27. April 2012 – Weil auf der heute und morgen in Essen veranstalteten Messe für Fotografie „Nikon Solutions Expo“ ein ausgewachsener Elefant im Rahmen eines Fotoshootings zum Einsatz kommen soll, kritisiert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. die Nikon GmbH für das unbedachte Vorhaben. Obwohl PETA den Kamerahersteller auf die mit dem Auftritt des Elefanten einhergehenden Unfallrisiken sowie die Tierschutzproblematik hingewiesen hatte, hält der Veranstalter trotzdem an der Zurschaustellung des Tieres fest. PETA macht darauf aufmerksam, dass es bei solchen Veranstaltungen immer wieder zu schweren Unfällen mit Elefanten kommt und dass die Rüsseltiere in der Unterhaltungsbranche nur mittels Gewalt und Zwang zum Gehorsam gezwungen werden können. Auch bei dem in Essen auftretenden Elefantentrainer Sonni Frankello kam es bereits zu einem schweren Unfall: Sohn Erwin wurde 2007 auf der familieneigenen Elefantenanlage von einem Elefanten lebensgefährlich verletzt. PETA fordert die Nikon GmbH sowie das Essener Veterinäramt dazu auf, das Shooting mit dem Elefanten zu unterbinden.

„Auch Elefanten, die jahrelang friedlich waren, können plötzlich ausrasten, denn man hat sie mit permanent ausgeübter Gewalt zum Gehorsam gezwungen“, so Peter Höffken, Wildtierexperte und Kampagnenleiter bei PETA. „Die Besucher in Essen werden einem extrem hohen Risiko ausgesetzt, denn dann hält die Tiere auch keine Kette und kein Mensch mehr auf und es kann Tote und Verletzte geben.“

PETA hat die Nikon GmbH darüber informiert, dass seit 1980 allein in Europa und Nordamerika mindestens 52 Personen nachweislich von Elefanten getötet und weitere 145 Personen teilweise schwer verletzt wurden. In Deutschland sind seit 2009 mindestens 16 Ausbrüche von Elefanten aus Zirkusbetrieben zu verzeichnen. 2010 wurden bei einer Veranstaltung im württembergischen Leutkirch ein 24-jähriger Familienvater und dessen neun Monate alter Sohn von einem Elefanten schwer verletzt.

PETA hat dem Veranstalter zudem zahlreiche Videosequenzen zukommen lassen, die zeigen, mit welcher Brutalität Elefanten für die Unterhaltungsbranche geschlagen und misshandelt werden.

 

Verhaltensgestört durch Zirkusqual: Elefantendame Benjamin verletzte 2010 zwei Menschen schwer / © PETA

 

Weitere Informationen:
www.peta.de/wildtierdressur
www.peta.de/lunaelefant

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de