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Freiburg quält Tiere!?! PETA macht stadtweit mit 200 Plakaten auf geplantes Tierversuchslabor aufmerksam

 
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Tausende Mäuse sollen jährlich in Experimenten missbraucht werden

Stand November 2016
Freiburg / Stuttgart, 4. November 2016 – Gelber Protest: Freiburg plant ein neues Tierversuchslabor. Im „Institute for Disease Modeling and Targeted Medicine“ (IMITATE) der Albert-Ludwigs-Universität und des Universitätsklinikums sollen zunächst an rund 10.000 Mäusen Erkenntnisse über genetische menschliche Erkrankungen gewonnen werden. Die Tierrechtsorganisation PETA kritisiert den Bau und die Methoden des IMITATE als unethisch und wissenschaftlich irrelevant für den Menschen. Ab Montag zieren 200 auffällige, gelbe Protestplakate die grün regierte Stadt.
 
„Tiere künstlich krank zu machen, um an ihnen zu experimentieren, ist unverantwortlich“, so Stephanie Kowalski, Tierärztin und Fachreferentin gegen Tierversuche bei PETA „Nicht nur den unzähligen Tieren gegenüber, die für die Tests gequält und getötet werden, sondern auch gegenüber Menschen, die so unkalkulierbaren Gefahren ausgesetzt werden – denn ein Mensch unterscheidet sich in Anatomie und Physiologie von einer Maus.“
 
Laut Projektausschreibung werden die zunächst 10.000 Mäuse in rund 3.000 Käfigen untergebracht, die allerdings mehrmals im Jahr neu belegt werden können, sodass es nicht bei den 10.000 Tieren bleiben wird. Das IMITATE plant, genetische Erkrankungen an Tiermodellen zu simulieren („Etablierung von genetisch manipulierbaren Tiermodellen“). Um eine einzige Maus mit den gewünschten genmanipulierten Merkmalen zu erhalten, müssen unter Umständen mehr als 50 Tiere sterben[1], da sie nicht den gewünschten Genotyp aufweisen. Demnach sind nicht nur die Tiere im Versuch selbst die Leidtragenden, sondern es gibt bereits im Vorfeld eine hohe Todesrate. In Deutschland werden pro Jahr 2,8 Millionen Tiere für Experimente missbraucht – davon 17 Prozent in Baden-Württemberg –, obwohl aus den Tests kaum relevante Erkenntnisse für den Menschen gewonnen werden können.
 
Das IMITATE soll in der Breisacher Straße in Freiburg entstehen und 2022 bezugsfertig sein. Auftraggeber für das Projekt ist das Land Baden-Württemberg, vertreten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Universitätsbauamt Freiburg. Wann der Bau beginnen soll, ist unklar. Die Kosten für das Projekt belaufen sich laut unterschiedlicher Quellen auf 40,3[2] bis 57 Millionen[3] Euro, voraussichtlich aus Steuergeldern (mit-)finanziert.
 

Freiburg quält Tiere!?! 200 gelbe PETA-Plakate zieren ab Montag die grün regierte Stadt. / © PETA
 
Das druckfähige Motiv finden Sie hier zum Download.
Weitere Informationen:
Veganblog.de/2016/06/Freiburg-Tierleid-statt-Schwarzwald-Idylle/
PETA.de/Tierversuche
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0)30 6832666-04, JudithS@peta.de