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Frühlingszeit: Achtung Fellwechsel bei Katze und Hund!

 
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PETA-Expertin gibt Tipps

Stand März 2013
Gerlingen, 7. März 2013 – Zweimal jährlich wechseln Tiere ihr Fell – im Frühjahr und im Herbst. Gesteuert wird der saisonale Fellwechsel durch steigende bzw. sinkende Temperaturen und die Tageslichtlänge. Im Frühling wird das dichtere und wärmere Winterfell abgeworfen. Während sich mancher Tierhalter an den umherfliegenden Haaren stört, kann der Wechsel insbesondere für langhaarige Tiere problematisch sein. Aktuell häufen sich die Anfragen bei der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nach tiergerechter Fellpflege bei Hunden und Katzen. PETA-Kampagnenleiterin und Kleintierexpertin Charlotte Köhler hat einige Tipps zusammengestellt.

„Insbesondere langhaarige Tiere müssen beim Fellwechsel unterstützt werden“, so PETA-Kleintierexpertin Charlotte Köhler. „Sie sind in der Regel mit der eigenen Fellpflege überfordert.“

- Langhaarige Hunde und Katzen bilden übermäßig viel sogenannte „Unterwolle“ aus. Ihnen kann der Fellwechsel durch tägliches Bürsten erleichtert werden. Spezielle Kämme und Bürsten entfernen vor allem abgestorbene Haare und fördern gleichzeitig die Durchblutung der Haut – so wird der Wechsel beschleunigt. Außerdem lässt sich das herausgekämmte Fell anschließend direkt dem Kämmwerkzeug entnehmen und „flugfrei“ entsorgen. Kurzhaarige Tiere sollten während des Fellwechsels alle ein bis zwei Tage gebürstet werden.

- Viele Hunde und Katzen empfinden die Fellpflege mit Fellpflegehandschuhen als wohltuend. Auch Bürsten mit Kunststoffnoppen schonen die empfindliche Tierhaut. Kämme sollten nicht zu scharf sein, sonst besteht Verletzungsgefahr.

- Gebürstet wird in Wuchsrichtung der Haare – vom Kopf abwärts in Richtung des Körper und der Beine. Haben die Tiere dichtes Fell, kann das Deckhaar angehoben und zunächst die Unterwolle gekämmt werden. Im zweiten Schritt folgt dann das gesamte Fell inklusive Deckhaar.

- Katzen können durch das Putzen mit der Zunge große Haarmengen zu verschlucken. Verdichten sich diese Haarbälle im Verdauungstrakt, können sie ernste Beschwerden verursachen.

- Züchtungen mit einem unnatürlich langen oder dichten Haarkleid (z. B. Perserkatzen oder Afghanischer Windhund) sind oft mit der eigenen Fellpflege überfordert. Bei diesen Tieren müssen Tierhalter auch außerhalb des Fellwechsels regelmäßig zur Bürste greifen – es können sich sonst feste Knoten und Verfilzungen in der Unterwolle bilden, die kaum von der Haut zu lösen sind und z. B. den Parasitenbefall begünstigen. Sind die Verfilzungen zu stark, hilft insbesondere bei langhaarigen Katzen mitunter nur eine Rasur in Vollnarkose.

- Die Zugabe von ungesättigten Fettsäuren (z. B. Leinöl) zur Tiernahrung kann den Haut- und Haarstoffwechsel fördern. Kleine Ölmengen regen das Haarwachstum nach dem Fellwechsel an und können bei schuppiger Haut oder trockenem, struppigen Fell helfen. Zuviel Öl kann allerdings Verdauungsbeschwerden verursachen.

- Verlieren Tiere plötzlich eine große Menge an Haaren, begleitet von Juckreiz oder in Form von kreisrunden haarlosen Stellen, sollten Tierhalter einen Tierarzt aufzusuchen. Sowohl Pilzerkrankungen als auch immunologische oder hormonelle Erkrankungen können der Auslöser sein und müssen behandelt werden.

- Ein positiver Nebeneffekt der regelmäßigen Fellpflege ist eine Stärkung der Mensch-Tier-Beziehung.

Fellwechsel: Besonders langhaarige Hunde sind auf die Hilfe der Halter angewiesen / © PETA

Das Bild ist auf Anfrage in höherer Auflösung erhältlich.

Weitere Informationen:

PETA.de/Haustiere

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de