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Gaumengraus am Martinstag: PETA warnt vor Gänsefleisch aus Stopfleberproduktion

Stand Dezember 2012
Gerlingen, 9. November 2012 – Vielerorts in Deutschland wird zum Martinstag am kommenden Sonntag eine Gans serviert. Mit Hinblick darauf appelliert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. an die Menschen, mit der rückständigen Tradition zu brechen. Denn insbesondere zu diesem Anlass landen abertausende Gänse aus der grausamen Stopfleberproduktion auf dem Teller. Das häufig mit Antibiotika belastete Fleisch kann zu gesundheitlichen Schäden bei Menschen führen. Obwohl hierzulande ein Produktionsverbot gilt, ist der Verkauf der sogenannten Delikatesse in Deutschland weiterhin erlaubt. PETA fordert seit Jahren deutsche Gastronomiebetriebe dazu auf, dieses Produkt nicht mehr anzubieten.

„Sankt Martin war ein mitfühlender Mann, der Armen half. Gänsen große Schmerzen zuzufügen, ist mit Sicherheit nicht in seinem Sinne“, sagt Anja Hägele, Kampagnenleiterin bei PETA. „Bitte kochen Sie am Martinstag ein leckeres, rein pflanzliches Menü. Die Tiere werden es Ihnen danken.“

In Deutschland und 13 weiteren europäischen Ländern sowie Argentinien, Südafrika, Israel und der Türkei ist die Stopfleberproduktion aus Tierschutzgründen bereits verboten. Mit einem langen Rohr, das ihnen gewaltsam in die Speiseröhre gestoßen wird, werden die Tiere „gestopft“, sodass die Leber in nur zwölf Tagen auf das Zehnfache ihres normalen Gewichts anschwillt. Die Zwangsmast der Vögel führt zu einer Verfettung (Steatose) der Leber. Folgen sind Atemnot, Halsverletzungen, Knochenbrüche, Leberblutungen und schließlich Herzversagen. Infektionen der Tiere werden häufig mit Antibiotika bekämpft – die Rückstände nehmen wiederum Menschen mit dem Verzehr des Fleisches auf.

Immer mehr Hotels haben Stopfleber ausgelistet, darunter auch das Adlon Kempinski in Berlin. Die weltgrößte Ernährungsmesse Anuga in Köln nahm Stopfleber aus dem Warenverzeichnis. Auch international wird im Sinne der Tiere gehandelt: Im Juli 2012 trat ein Produktions- und Verkaufsverbot von Stopfleber in Kalifornien in Kraft. Zahlreiche Prominente unterstützen PETAs Anti-Stopfleber-Kampagne, darunter Schauspieler Sir Roger Moore, Schauspielerin Kate Winslet, Formel-1-Rennfahrer Adrian Sutil, Autorin Charlotte Link und Gastronomieberaterin Eva-Miriam Gerstner.

Eva-Miriam Gerstner lehnt Stopfleber ab / © Marc Rehbeck für PETA

Druckfähiges Motiv:
PETA.de/Gerstner

Weitere Informationen:
PETA.de/Stopfleberrecherche2012
PETA.de/Stopfleber


Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de