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Geldbuße für Heidemark-Putenmäster Fritz D. aus Rot am See

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Putenmäster ist hoher Kirchenfunktionär

Stand Mai 2015
Es waren schlimme Bilder, die PETA-Ermittler  bei drei nächtlichen Besuchen im Januar und März 2013 in der Putenmastanlage von Fritz D. vorfanden. Kranke, mit Geschwüren übersäte, kaum bewegungsfähige, festliegende und tote Puten widerlegten das Bild, welches sich der Heidemark-Mäster selbst unter dem Motto „Alles aus Gottes Hand“ gab: „Den Puten geht es gut“ und: „Wenn es den Puten gut geht, geht es auch mir gut.“

Das Gegenteil war der Fall. Auch die zuständige Veterinärbehörde fand Monate nach den PETA-Ermittlern, mit der Strafanzeige vom 6.6.2013 an die Staatsanwaltschaft Ellwangen mit der Video-Dokumentation konfrontiert, ähnlich schlimme Zustände: „Bei der Überprüfung wurden mehrere kranke und festliegende, sowie verletzte Puten festgestellt. Teilweise hätten diese aus tierschutzrechtlichen Gründen schon getötet werden müssen.“

Fritz D. erstattete trotz dieser eindeutigen Dokumente Strafanzeige gegen die PETA-Ermittler wegen angeblichen Hausfriedensbruchs, das Verfahren wurde eingestellt.

Nicht jedoch das Tierschutzverfahren gegen ihn: Das Amtsgericht Langenburg verurteilte den Mäster noch, in der Berufungsinstanz vor dem Landgericht Ellwangen im Februar 2015 wurde das Verfahren unter der Bedingung eingestellt, dass Fritz D. ein Bußgeld von 450 Euro an eine gemeinnützige Organisation zu zahlen hat.
 
Unabhängig davon, dass die Zucht und Mast von Puten eine systemimmanente Tierquälerei darstellt, muss als bedenklich gelten, dass Fritz D. ein hoher Kirchenfunktionär ist. Während er mit der grundsätzlich tierquälerischen Mast von Puten Geld verdient, dient er der Kirche als Landessynodale und Kirchgemeinderatsmitglied. In der Vergangenheit war er zusätzlich Vorsitzender der „Aktiven Jungen Christen.“ Die evangelische Landeskirche weiß von seinem Beruf als Putenmäster und stellt ihn dennoch als Gutmensch dar: „Umsichtig wirtschaften, gut mit Mensch, Tier und Natur umgehen – das kennzeichnet den Landwirt Fritz D.“ – so steht es in einer Publikation der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Herausgestellt wird außerdem, dass seine drei Putenställe, eben jenen, aus denen diese Bilder stammen, den halben Ort mit Wärme versorgt.
 

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