Spenden
 »  »  » Gemüse ernten, statt Schweine quälen: PETA schenkt Bundestagsabgeordnetem Röring Buch über ökologisc

Gemüse ernten, statt Schweine quälen: PETA schenkt Bundestagsabgeordnetem Röring Buch über ökologischen Gemüseanbau zu Weihnachten

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge

Organisation appelliert an Politiker, Schweinehaltung zugunsten bioveganer Landwirtschaft aufzugeben

Stand Dezember 2016
Borken / Stuttgart, 16. Dezember 2016 – Im Oktober hatte PETA Johannes Röring aufgrund von Missständen in seinem Schweinebetrieb in Vreden angezeigt. Die Staatsanwaltschaft Münster ermittelt gegen den CDU-Bundestagsabgeordneten. Jetzt macht die Tierrechtsorganisation dem Politiker ein richtungsweisendes Weihnachtsgeschenk: Das Fachbuch Ökologischer Gemüseanbau [1] ist bereits per Post auf dem Weg zu seinem Wahlkreisbüro in Borken. PETA appelliert in einer beigelegten Weihnachtskarte an Röring, die tierquälerische Schweinehaltung aufzugeben und künftig nur noch bioveganen Pflanzenbau zu betreiben. Das Praxisbuch soll dabei die Abkehr von der leidvollen Tierhaltung und den Start in die tierfreie Landwirtschaft erleichtern.

„Für die Schweine in Rörings Ställen ist Weihnachten nur ein weiterer düsterer Tag in ihrem kurzen und qualvollen Leben. Das Leid muss beendet werden und dies gelingt, wenn Röring seinen Betrieb auf nachhaltige Pflanzenproduktion umstellt. Gemüse ernten statt Schweine quälen ist die beste Investition in eine nachhaltige, moderne, tier- und klimafreundliche Landwirtschaft“,  so Andrzej Pazgan, Fachreferent für Tiere in der Agrarindustrie bei PETA.

PETA kritisiert, dass Johannes Röring als Bundestagsabgeordneter monatlich einen festen Betrag von derzeit 9.327,21 Euro– die sogenannte Abgeordnetenentschädigung – vom Steuerzahler erhält, die laut Grundgesetz seine „Unabhängigkeit sichern“ soll. Im Agrarausschuss des Bundestags ist er unmittelbar an der Gesetzgebung für den Tierschutz und für die Agrarpolitik beteiligt. Doch weil Röring auch gleichzeitig Schweinehalter und Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands sowie Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im Deutschen Bauernverband ist, zweifelt PETA die Unabhängigkeit an. Nach Informationen von abgeordnetenwatch.de befanden sich im Zeitraum 2013 bis 2016 ausschließlich Landwirte in den Top 3 der besten Nebenverdiener, darunter zwei Tierhalter. Röring kam mit Einkünften zwischen 1,2 und 1,4 Millionen Euro auf den zweiten Platz [2].

Die im Oktober 2016 von PETA veröffentlichten Bilder aus Rörings Schweinehaltung zeigen Tiere, die kaum laufen können und im sogenannten Hundesitz, der unter anderem ein Anzeichen für schlechtes Stallklima sein kann, verweilen. Einige von ihnen leiden unter hochgradigen Augenentzündungen, andere sind verletzt und mit Wunden übersät. Die Tiere fristen ihr Dasein auf kotverschmierten Spaltenböden aus Beton. In einem Mittelgang fanden die Ermittler ein lebloses Schwein, das nach seinem Tod einfach liegen gelassen worden war.

Zur Pflanzenproduktion werden in der bioveganen Landwirtschaft im Gegensatz zum konventionellen Ökolandbau keine tierischen Exkremente auf die Felder ausgebracht. Auch chemische Dünger und Pestizide werden nicht verwendet. Die Anbauweise schont Umwelt, Tiere sowie Ressourcen und erzeugt schadstofffreie, gesunde Lebensmittel.
 
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, dass wir sie essen.
 
[1] Reyhaneh Eghbal (Hg.): Ökologischer Gemüsebau. Handbuch für Beratung und Praxis. Bioland-Verlag, 3. Auflage, 2016.
[2] https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/nebeneinkuenfte2016.
 

Schweine sind so intelligent wie Hunde oder Kleinkinder. / © PETA
 
 

Schweine sind verspielte und neugierige Zeitgenossen.  / © PETA
 
Auf Anfrage schicken wir Ihnen die Bilder gerne zu.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Undercover-bei-Bundestagsabgeordneten
PETA.de/Die 10 besten Gründe, kein Schwein zu essen
Veganblog.de/Studien über Empathiefähigkeit von Schweinen
 
Kontakt:
 
Valeria Goller, +49 (0)711 860591-521, ValeriaG@peta.de