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Gerstensaft statt Milch: PETA gratuliert Winfried Kretschmann zur Ernennung zum Bierbotschafter

 
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Millionen Kühe leiden und sterben für Milch – Tierrechtsorganisation wirbt für pflanzliche Alternativen

Stand Juni 2017
Stuttgart, 29. Juni 2017 – Heute wird Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) vom Deutschen Brauer-Bund zum Botschafter des Bieres ernannt. Während der Politiker noch im Juni vergangenen Jahres im baden-württembergischen Landtag zum Tag der Milch mit dem weißen Kuhsekret anstieß, wird er zukünftig den Gerstensaft bewerben. Eine weit bessere Wahl: Während Milch und Milchprodukte im Verdacht stehen, verschiedene Krankheiten zu fördern, werden Bier bei moderatem Konsum positive Eigenschaften zugeschrieben. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass Kühe in der Milchindustrie unter tierquälerischen Bedingungen gehalten und getötet werden. PETA hat Kretschmann nun in einem Schreiben zu seinem neuen Ehrenamt gratuliert und ihn über pflanzliche Alternativen zu Milchprodukten informiert.
 
„Im Gegensatz zum Bier gibt es keinen verantwortungsvollen Milchkonsum“, so Harald Ullmann, 2. Vorsitzender von PETA Deutschland e.V. „Milch gehört den Kuhbabys – nicht uns Menschen. Für die Milchproduktion werden jedes Jahr Millionen unschuldiger Tiere gequält und getötet. Wir appellieren an Winfried Kretschmann, lieber ab und zu ein leckeres Glas Bier zu trinken und Milch den Kühen zu überlassen.“
 
Bei moderatem Konsum kann Bier der Gesundheit zuträglich sein und die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts oder einer Erkrankung an Demenz, Alzheimer oder Prostatakrebs senken. Milch und Milchprodukte hingegen stehen im Verdacht, das Krebs- und Herzinfarktrisiko zu erhöhen. Kuhmilch ist für das Wachstum von Kälbchen notwendig, für eine ausgewogene menschliche Ernährung jedoch nicht. Wichtige Nährstoffe, wie beispielsweise Kalzium, können in ausreichender Menge über eine rein pflanzliche Ernährung aufgenommen werden.
 
In der Agrarindustrie werden Tiere als Milchmaschinen gezüchtet: Die Kuhmütter werden in den Betrieben meist künstlich besamt – mit ausgewähltem Sperma, um möglichst „leistungsstarken“ Nachwuchs zu zeugen. Nach neun Monaten, einer ebenso langen Schwangerschaft wie bei einer Frau, gebärt die Kuh ihr Kalb. Nun würde die Mutter ihren Nachwuchs liebevoll umsorgen, doch das Neugeborene wird ihr sofort oder nur wenige Stunden nach der Geburt weggenommen, mit billiger Ersatznahrung versorgt und isoliert in sogenannten Kälberboxen oder mit anderen Jungtieren untergebracht. Nicht selten schreien Mutter und Kind tagelang nacheinander. Die Kuh hält den Strapazen, die mit der hohen Milchmenge und der nicht tiergerechten Haltung einhergehen, nicht lange stand. Ist sie für den Landwirt unwirtschaftlich geworden, wird sie zum Schlachthof transportiert. Etwa 180.000 Kühe im Jahr sind schwanger, wenn ihnen im Schlachthaus die Kehle durchtrennt wird – für das ungeborene Kalb bedeutet dies den qualvollen Erstickungstod im Mutterleib. Insgesamt werden in Deutschland jährlich rund 3,5 Millionen Rinder getötet, bis zu 9 Prozent davon verbluten aufgrund von Fehlbetäubungen bei vollem Bewusstsein.
 
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder Fischernetzen. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.

PETAs Schreiben an Winfried Kretschmann kann hier heruntergeladen werden.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Milch
PETA.de/Milch-Hintergrund
PETA.de/Milchumfrage

Kontakt:
Valeria Goller, +49 711 860591-521, ValeriaG@peta.de