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Giftköderanschläge in Viersen – PETA setzt 500 Euro Belohnung für Hinweise aus

 
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Tierrechtsorganisation fordert zentrales Melderegister für Anschläge auf Hunde

Stand Februar 2014
Viersen / Gerlingen, 12. Februar 2014 – Giftköder an verschiedenen Stellen in Viersen aufgefunden: In den vergangenen Wochen wurden in Ummer, in der Nähe der Hammer Grundschule und an der Bachstraße Giftköder ausgelegt. Zwei Hunde mussten aufgrund von Vergiftungssymptomen tierärztlich behandelt werden. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass ein Tatzusammenhang zwischen den Auffinde-Orten besteht und hat Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet. Der Behörde liegen Hinweise auf einen etwa 70 Jahre alten, circa 165 cm großen, schlanken Mann vor, der Zeugen in diesem Zusammenhang verdächtig erschien. Er trug eine Jogginghose, eine kräftig blaues Schirmmütze sowie eine schwarze Handgelenktasche. Die Polizei bittet um Hinweise zu dem beschriebenen Mann. Auch verdächtige Köder sollen gemeldet und weitere Vorfälle angezeigt werden. Um die Behörden bei ihren Ermittlungen zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters oder der Täter führen. Zeugen, die Informationen beisteuern können, wenden sich bitte per E-Mail oder telefonisch unter 01520 73 733 41 an PETA oder direkt an die Kripo Viersen unter der Telefonnummer 02162 37 70.

„Der oder die Täter müssen schnellstmöglich gefasst werden, damit Hunde wieder gefahrlos ausgeführt werden können“, betont Judith Pein im Namen von PETA. „Neben der Gefährdung für Hunde stellen die vergifteten Lebensmittel auch eine Gefahr für Kinder und freilebende Tiere dar. Hundehalter sollten bei Spaziergängen jetzt besonders aufmerksam sein und im Falle eines Verdachts auf vergiftete Köder umgehend einen Tierarzt aufsuchen.“

PETAs Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss sofort gehandelt und der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Grundsätzlich fordert PETA die Einführung eines zentralen Meldesystems für Anschläge dieser Art. Durch eine Registrierung könnte die Bevölkerung frühzeitig über Köderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden, um Kinder und Tiere somit besser schützen zu können. Zugleich würde durch eine stringente Dokumentation der Fälle deutlich, wie häufig Hunde Opfer von Delikten werden.

Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

Tierquälerei ist eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Haustiere
PETA.de/Staatsanwalt

Kontakt:
Anneli Ick, +49 (0) 7156 17828-27, AnneliI@peta.de