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Giftköderanschlag in Osnabrück – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

 
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Tierrechtsorganisation fordert zentrales Melderegister für Anschläge auf Hunde

Stand Januar 2014
Osnabrück / Gerlingen, 15. Januar 2014 – Vergiftete Hundeköder in Osnabrück: Am Dienstag oder Mittwoch vergangener Woche hat ein Hund im Bereich des Hoffmeyerplatzes einen Giftköder gegessen. Er musste daraufhin tierärztlich behandelt werden und überlebte den Anschlag nur knapp. Weitere Verdachtsfälle sind bisher nicht bekannt, dennoch sollten Hundehalter jetzt besonders aufmerksam sein. Die Polizei Osnabrück bittet die Bevölkerung, mögliche Giftköder oder verdächtige Personen sofort über den Notruf 110 zu melden. Tierfreunde, deren Hunde Opfer von Anschlägen wurden, sind dazu aufgerufen, bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten. Um die Behörden bei ihren Ermittlungen zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters oder der Täter führen. Zeugen, die Informationen beisteuern können, wenden sich bitte per E-Mail oder telefonisch unter 01520 73 733 41 an PETA oder direkt an die Polizeiinspektion Osnabrück unter der Telefonnummer 0541 327 33 01.

„Der oder die Täter müssen schnellstmöglich gefasst werden, damit Hunde wieder gefahrlos in Osnabrück ausgeführt werden können“, betont Judith Pein im Namen von PETA. „Neben der Gefährdung für Hunde stellen die vergifteten Lebensmittel auch eine Gefahr für Kinder und freilebende Tiere dar. Hundehalter sollten bei Spaziergängen jetzt besonders darauf achten, dass ihre Tiere nichts unbemerkt zu sich nehmen und im Falle eines Verdachts auf vergiftete Köder umgehend einen Tierarzt aufsuchen.“

PETAs Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss sofort gehandelt und der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Grundsätzlich fordert PETA die Einführung eines generellen, zentralen Meldesystems für Anschläge dieser Art. Durch eine Registrierung könnte die Bevölkerung frühzeitig über Köderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden, um Kinder und Tiere besser schützen zu können. Zugleich würde durch eine stringente Dokumentation der Fälle deutlich, wie häufig Hunde Opfer von Vergiftungs-Delikten werden.

Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren eine erhöhte Aufmerksamkeit verlangen.

Tierquälerei ist eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Haustiere
PETA.de/Staatsanwalt

Kontakt:
Anneli Ick, +49 (0) 7156 17828-27, AnneliI@peta.de