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Katastrophale Eulen- und Greifvögelhaltung

Die PETA-Ermittler im Einsatz in Frankenthal

Stand Juli 2012
In viel zu kleinen Käfigen, auf verkoteten Flächen, umgeben von zahlreichen Verletzungsgefahren – so hält ein selbsternannter „Vogelliebhaber“ zahlreiche Adler, Falken und Eulen auf seinem Grundstück in Frankenthal. Die Tiere leiden.

 

Die mit Hundekot überhäufte Terrasse.
Diese Meldung erreichte PETA Deutschland e.V. vor wenigen Wochen. Als unsere Ermittler dem Fall nachgehen und von einem Nachbargrundstück aus das Gelände einsehen, verschlägt es ihnen die Sprache. Das gesamte Gelände wirkt heruntergekommen. Und nicht nur die Vögel leiden. Der angebliche „Vogelfreund“ hält auch Hunde. Für die gibt es statt Spaziergängen scheinbar nur Auslauf auf der Terrasse. Denn die ist voller Hundekot – und es stinkt erbärmlich.

 

Der König der Lüfte - gefangen in einem Käfig aus altem Draht.
Die Könige der Lüfte eingesperrt
Der Anblick der Vogelkäfige ist ebenso traurig und erschütternd. Falken, Eulen und Steinadler – die Könige der Lüfte – fristen in dunklen, engen, baufälligen und Drahtgehegen voller Kot ein trauriges Dasein. Nicht mal 5 Flügelschläge am Stück können diese bewegungsfreudigen Tiere machen. Nur kläglich von einer verkoteten Sitzstange zur anderen hüpfen. Ein Falke muss auf 5 qm in einem Drahtkasten leben. Sein eigener Kot türmt sich fast einen halben Meter unter der Sitzstange auf. Sein „Zuhause“, das diesen Namen nicht verdient, wurde scheinbar noch nie gereinigt.

Auf dem Boden des Drahtgefängnisses der Steinadler sind außer Kot auch Nahrungsreste und Rattenlöcher. Ein untrügliches Zeichen für die schlechten hygienischen Zustände der Unterbringungen. Die Löcher in den Drahtwänden bergen zahlreiche Verletzungsgefahren für die Eulen und Greifvögel. Versucht ein Tier seinem schrecklichen Gefängnis zu entkommen, so bleibt er oder sie entweder stecken oder gelangt in die Freiheit – die wahrscheinlich seinen oder ihren Tod bedeuten würde. Denn die Tiere sind vermutlich schon in Gefangenschaft geboren. Geboren, um ein Leben hinter Gittern zu fristen. Tiere, die in Freiheit ein gewaltiges Revier von mehreren Quadratkilometern haben (Steinadler bis zu 88 qkm). In diesen Gefängnissen sind sie fast zur Bewegungslosigkeit verdammt.

 

2 junge Uhus fristen in einem engen, verdreckten Bretterkasten ein trostloses Dasein.
Auflagen für den Halter
PETA alarmierte umgehend das Veterinäramt. Die Veterinärinnen und ein Greifvogelexperte sind sich einig: Die Käfige sind teilweise viel zu klein. Die hygienischen Zustände sind unhaltbar. Der Hundeauslauf auf der Terrasse ist katastrophal. Aufgrund der Schwere der Missstände erstattete PETA zusätzlich Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Frankenthal. Mit Erfolg. Zukünftig wird der angebliche „Vogelfreund“ keine Tiere mehr auf seinem Grundstück halten dürfen.

Wenn Sie Zeuge von schlechter Tierhaltung oder Tierquälerei werden, dann handeln Sie bitte! Melden Sie den Fall Ihrem örtlichen Veterinäramt oder schreiben Sie uns eine Nachricht: www.peta.de/whistleblower