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Grillfest für den Bundespräsidenten: PETA bietet dem TV Haßloch 500 vegane Würstchen

 
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Tierrechtsorganisation macht auf den Klimawandel als Fluchtgrund aufmerksam

Stand Juni 2017
Rüsselsheim / Stuttgart, 12. Juni 2017 – Klimafreundliche Alternative beim Grillfest für den Bundespräsidenten: Morgen findet anlässlich des Besuchs von Frank-Walter Steinmeier ein Grillfest des TV Haßloch statt. Im Rahmen der Hessentage möchte sich der Bundespräsident ein Bild von dem Verein als Vorzeigeprojekt für die Integration Geflüchteter machen. Die Tierrechtsorganisation PETA kontaktierte die Verantwortlichen und bot ihnen 500 vegane Würstchen an, um mit einem veganen Verpflegungskonzept auf den Klimawandel als möglichen Fluchtgrund hinzuweisen. Zudem kommt eine rein pflanzliche Ernährung nicht nur dem Klima, den Tieren und der eigenen Gesundheit zugute: Sie schließt darüber hinaus niemanden aus, sodass Menschen aller Religionen am Grillfest teilnehmen könnten.
 
„Der Fleischkonsum hat fatale Auswirkungen auf das Klima“, so René Schärling, Fachreferent bei PETA. „Landen dagegen Tofuwürstchen, Gemüsespieße oder Linsenbratlinge auf dem Rost, fällt die CO2-Bilanz um ein Vielfaches günstiger aus. Mit einem pflanzlichen Verpflegungskonzept könnte der Verein im Zuge des wichtigen Engagements für Geflüchtete auch ein Zeichen gegen den Klimawandel – der einer der Gründe für die Flucht ist – setzen.“
 
Der TV Haßloch leistet mit der Fußballmannschaft für Geflüchtete wertvolle Integrationsarbeit. Ein klimafreundliches Konzept böte die Möglichkeit, auf weitere Probleme aufmerksam zu machen, die eng mit dieser Thematik verknüpft sind. Einer Studie zufolge ist die Klimaflucht einer der Hauptgründe für Migration [1]. Derzeit sind weltweit über 20 Millionen Menschen gezwungen, vor Umweltproblemen und dem Klimawandel zu flüchten. Der ehemalige UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zitierte 2009 in einem Bericht für die Generalversammlung Prognosen für klimabedingte Migration: Demzufolge erhöht sich die Zahl der Menschen, die aus Klimagründen flüchten, im Jahr 2010 auf bis zu 350 Millionen, wenn der Klimawandel nicht aufgehalten wird.
 
Ein Fest mit pflanzlichen Köstlichkeiten ist nicht nur tierfreundlich, sondern auch umweltfreundlich: Einem Bericht der Welternährungsorganisation (FAO) von 2006 zufolge gilt die Tierwirtschaft als Hauptverursacher der Umweltprobleme unserer Zeit [2]. Das UN-Umweltprogramm 2010 bestätigte, dass ein globaler Wandel hin zu einer veganen Ernährung notwendig ist, um den schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels entgegenzutreten [3]. Auch das deutsche Landwirtschaftsministerium (BMEL) stellt dar, dass eine pflanzliche Ernährung über 40 Prozent der Treibhausgasemissionen einsparen könnte [4].
 
Zudem werden allein in deutschen Schlachthäusern jedes Jahr über 800 Millionen fühlende Lebewesen für die Fleischproduktion getötet. Aufgrund von Fehlbetäubungen werden Rinder, Schweine und Hühner nicht selten bei vollem Bewusstsein getötet. Laut Angaben der Bundesregierung sind je nach Betäubungsart über neun Prozent der Rinder und bis zu 12,5 Prozent der Schweine nicht ausreichend betäubt, wenn Arbeiter sie an einem Bein aufhängen und ihnen kopfüber die Kehle durchtrennen [5]. In absoluten Zahlen sind dies jährlich weit über 300.000 Rinder und bis zu 7,5 Millionen Schweine – die Dunkelziffer liegt nach Schätzungen von PETA weitaus höher.
 
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.
 
[1] Greenpeace (2017): Klimaflüchtlinge – Die verleugnete Katastrophe. Greenpeace e.V., Hamburg.
[2] Food and Agriculture Organization (2006): Livestock’s Long Shadow: Environmental Issues and Options. United Nations (UN).
[3] United Nations Environment Programme (2010): Assessing the Environmental Impacts of Consumption and Production. Priority Products and Materials.
[4] BMELV (2008): Bericht des BMELV für einen aktiven Klimaschutz der Agrar-, Forst- und Ernährungswirtschaft und zur Anpassung der Agrar- und Forstwirtschaft an den Klimawandel. Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
[5] Deutscher Bundestag, Drucksache 17/10021: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Bärbel Höhn, Friedrich Ostendorff, Undine Kurth (Quedlinburg), weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 17/9824 – „Tierschutz bei der Tötung von Schlachttieren“.

Weitere Informationen:
PETA.de/Vegangrillen
PETA.de/Klimaschutz
Veganstart.de
PETA.de/Ernährung
PETA.de/Fleisch

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de