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Grünbuch des Agrarministers Christian Schmidt wird zum Schwarzbuch der Bundesregierung – Statement der Tierrechtsorganisation PETA

 
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Stand Januar 2017
Stuttgart, 30. Dezember 2016 – Agrarminister Christian Schmidt hat am heutigen Freitag sein sogenanntes Grünbuch vorgestellt, mit dem der CSU-Mann einen Leitfaden für Ernährung, Landwirtschaft und den ländlichen Raum bieten möchte. Laut der Tierrechtsorganisation PETA spiegelt die Ausfertigung allerdings keine wissenschaftlich erwiesenen Fakten wider, sondern soll als lobbyistisches Manuskript der Fleischindustrie zu einem positiveren Image verhelfen – auf Kosten der Bevölkerung und der Tiere. Dazu kommentiert Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung bei PETA: 
„Würden die Inhalte des Grünbuchs Realität, wären systemimmanente Tierquälerei und großflächige Wasserverschmutzung die Folgen. Höchst virulente Keime aus der Massentierhaltung hätten freie Bahn bei der Bevölkerung und auch in Krankenhäusern – bei gleichzeitiger Nichtwirksamkeit von Antibiotika. Dazu kämen Umweltzerstörung, Regenwaldrodungen, Welthunger: Schmidt nimmt dies in Kauf, hauptverursacht durch die Herstellung tierischer Produkte. Der Landwirtschaftsminister zielt auf die Produktion von mehr Fleisch und auf einen Anstieg des Konsums – trotz der bekannten Folgen. Dies kann niemals tier- und artgerecht sein. Viele unabhängige Wissenschaftler bestätigen das. PETA dokumentiert jedes Jahr mehrfach in Stichproben die Ställe dieser Republik, mit immer wieder gleichem Ergebnis: verhaltensgestörte, verletzte, tote, teilweise schon verweste Tiere, schlechte Luft und extrem beengte Verhältnisse. Mit seinem Grünbuch handelt der Landwirtschaftsminister postfaktisch. Er will mehr Fleisch, weniger vegetarisch-vegane Produkte, er will den Konsumenten vorgaukeln, es gäbe artgerechtes Fleisch, gelabelt von der Bundesregierung. Wenn der Minister die Bevölkerung und damit die Wähler wirklich ernst nehmen würde und er Lebensmittel fördern will, die weniger Zucker, weniger Salz und weniger Fett enthalten, dann wäre ein Verbot aller tierischen Produkte die einzig logische Konsequenz. Denn alleine gesund hergestellte pflanzliche Nahrungsmittel können das bieten. Das Grünbuch des Landwirtschaftsministers beschreibt genau das Gegenteil von dem, was es vorgibt und was notwendig wäre.“
Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.
 

Dr. Edmund Haferbeck / © PETA
Das druckfähige Motiv senden wir auf Anfrage gerne zu.
 
Kontakt:
Valeria Goller, +49 (0)711 860591-521, ValeriaG@peta.de