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„Gustation – Tödlicher Genuss“: PETA fordert Staatstheater Darmstadt auf, Stopfleber von der Bühne zu streichen

 
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Stand Juni 2013
Darmstadt / Gerlingen, 6. Juni 2013 – Tödlicher Genuss auf der Bühne: Derzeit zeigt das Staatstheater Darmstadt den Tanzkrimi „Gustation – Tödlicher Genuss“ von Mei Hong Lin. Als „Highlight“ des zweiten Teils preist das Theater ein von dem französischen Koch Christian Dupont zubereitetes Mehrgänge-Menü an, das den Zuschauern direkt auf der Bühne serviert wird. Der Titel ist Programm, denn das Menu enthält Foie Gras. Die Herstellung des Tierqualprodukts ist so brutal, dass sie aus Tierschutzgründen in Deutschland und 13 weiteren europäischen Ländern verboten ist. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. forderte den Intendanten John Dew und den Direktor Jürgen Pelz nun auf, das Qualgericht von der Speisekarte zu streichen.

„Würde auf der Bühne gezeigt, wie Foie Gras tatsächlich produziert wird, gäbe es einen riesigen Aufschrei“, so PETA-Kampagnenleiterin Dr. Tanja Breining. „Kultureller Hochgenuss und Tierqual passen nicht zusammen. Wir bitten das Staatstheater Darmstadt deshalb, die Stopfleber aus der Inszenierung zu streichen.“

Medizinisch gesehen ist die verfettete Leber (Steatosis hepatis) ein krankhaft verändertes Organ. Enten und Gänsen wird mehrmals täglich ein langes Metallrohr in Hals und Magen gerammt, über das die Tiere mit großen Mengen Getreide zwangsgestopft werden. Viele Vögel sterben bereits an den Folgen des Stopfens, bevor man ihnen im Schlachthof die Kehle aufschlitzt. Zu den Nebenwirkungen zählen unter anderem Verletzungen im Rachenbereich, Atemnot, Halszerrungen und Prellungen, multiple Knochenbrüche, Entzündung des Dünndarms, Durchfall, Leberzirrhose, Herzversagen, Nierenversagen und Leberblutungen. Die Gänsestopfleber ist folglich ein extrem geschädigtes Organ von gequälten Tieren und sollte nicht als Lebensmittel angeboten werden.

Im Rahmen einer Online-Petition von PETA Deutschland e.V. haben sich bundesweit 66.527 Menschen für ein bundesweites Stopfleberverkaufsverbot ausgesprochen. Im April übergaben Vertreter der Tierrechtsorganisation die Unterschriften symbolisch an den Petitionsausschuss in Berlin.

Zahlreiche Prominente unterstützen PETAs Anti-Stopfleber-Kampagne, darunter James Bond-Legende Sir Roger Moore, Formel-1-Rennfahrer Adrian Sutil, Oscarpreisträgerin Kate Winslet, Model Tamara Ecclestone, Autorin Charlotte Link und Gastronomieberaterin Eva Miriam Gerstner.

Wer sich selbst, den Tieren und der Umwelt etwas Gutes tun möchte, sollte sämtliche tierische Produkte von seinem Speiseplan streichen und eine rein pflanzliche Ernährung vorziehen. Mit PETAs Vegan-Probeabo gelingt der Umstieg spielend leicht.

Brutale Stopfleberproduktion / © StopGavage

Das druckfähige Motiv schicken wir gerne auf Anfrage zu.

Weitere Informationen:

PETA.de/Stopfleber
Stopfleber.info

Kontakt:
Judith Stich, 030 68326660-4, JudithS@peta.de