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Harte Dressur, lange Transporte und grelle Lichter: PETA kritisiert die Pferdeshow „Apassionata“ in Frankfurt

Stand Februar 2016
Frankfurt / Stuttgart, 24. Februar 2016 – Tierqual auf Tournee: Ab Freitag gastiert die Pferdeshow „Apassionata“ in Frankfurt – die Veranstalter werben mit „magischen Begegnungen zwischen Mensch und Pferd“, sprechen von „Schönheit und Harmonie“ – dass die Realität für die Pferde bei „Apassionata“ ganz anders aussieht, zeigte eine Vor-Ort-Recherche von PETA. Ende 2015 in der Show: Die Pferde werden bei lauter Musik und flackernden Lichteffekten durch druckvoll in den Mund gezogene, scharfe „Gebisse“ und die sogenannte Rollkur – eine schmerzhafte Überdehnung des Pferdehalses in Richtung der Brust für die völlige Kontrolle über das Tier – zu tierquälerischen Dressurnummern gezwungen. Das rasante Tempo in der engen Arena und die Akrobatik am und auf dem Pferderücken bergen Verletzungsgefahren für Tier und Mensch; Stürze sind daher keine Seltenheit. Neben den Qualen in der Show stellen auch der Transport und die Unterbringung eine große Belastung für die bewegungsfreudigen Tiere dar: Die Pferde stehen dicht nebeneinander gedrängt in den Transportern, die sie durch Deutschland und sogar ins Ausland fahren – an den Gastspielorten angekommen, verbringen die Tiere den Großteil des Tages in Boxen. Angesichts dieses rücksichtslosen Umgangs mit den Pferden fordert die Tierrechtsorganisation die Verantwortlichen von „Apassionata“ nun auf, künftig auf eine Unterhaltungsshow ohne den Einsatz von Tieren zu setzen. Weiterhin appelliert PETA an die Frankfurter Bürger, die Veranstaltung zu meiden.

„In der ‚Apassionata‘-Show werden die Pferde durch die grellen Lichter und die Hektik enormem Stress ausgesetzt – für die sensiblen Fluchttiere ist das ein Albtraum“, so Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA. „Pferde gehören auf die Weide und nicht in eine laute Show, in der sie halsbrecherische Kunststücke aufführen müssen.“

Unter natürlichen Bedingungen leben Pferde in Herden und bewegen sich bis zu 16 Stunden täglich. Bewegungsmangel kann mittelfristig Verhaltensstörungen und Schäden an Muskeln, Sehnen und Skelett verursachen – die Selbstreinigungsmechanismen der Atemwege und der gesamte Stoffwechsel werden durch die ständige Haltung in Boxen und auf Lkws beeinträchtigt. Pferde benötigen neben ausreichend Auslauf – vorzugsweise in einer Aktiv- oder Offenstallhaltung – auch gutes Futter und stets frisches Wasser, Pflege und medizinische Versorgung. Wenn diese essenziellen Haltungsvoraussetzungen nicht oder nur unzureichend gegeben sind, bedeutet das für die Tiere ein leidvolles Leben und führt auf Dauer zu lebensgefährlichen körperlichen Beeinträchtigungen. Ein Pferd kann in guter Haltung 35 Lebensjahre und mehr erreichen.
 

Leiden für die Show: Anwendung der schmerzhaften Rollkur bei der „Apassionata“. / © PETA
Das druckfähige Motiv kann hier heruntergeladen werden.

 

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de