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Harte Dressur, lange Transporte und grelle Lichter: PETA kritisiert Pferdeshow „Apassionata“ in Bremen

Stand Dezember 2015
Bremen / Stuttgart, 23. Dezember 2015 – Tierqual auf Tournee: Ab Samstag gastiert die Pferdeshow „Apassionata“ in Bremen – die Veranstalter werben mit „magischen Begegnungen zwischen Mensch und Pferd“, sprechen von „Schönheit und Harmonie“. Dass die Realität für die Pferde bei „Apassionata“ ganz anders aussieht, zeigte eine Vor-Ort-Recherche von PETA Deutschland e.V. Ende 2015 in der Show: Die Pferde werden bei lauter Musik und flackernden Lichteffekten durch druckvoll in den Mund gezogene sogenannte Gebisse und der „Rollkur“ – einer schmerzhaften Überdehnung des Pferdehalses in Richtung der Brust, die zur völligen Kontrolle über das Tier dient – zu tierquälerischen Dressurnummern gezwungen. Das rasante Tempo in der engen Arena und die Akrobatik am und auf dem Pferderücken bergen Verletzungsgefahren für Tier und Mensch; Stürze sind daher keine Seltenheit. Neben den Qualen in der Show stellen der Transport und die Unterbringung eine weitere große Belastung für die bewegungsfreudigen Tiere dar: Die Pferde stehen dicht nebeneinander gedrängt in den Transportern, die sie durch Deutschland und sogar ins Ausland fahren – an den Gastspielorten angekommen, verbringen die Tiere den Großteil des Tages in Boxen. Angesichts dieses rücksichtslosen Umgangs mit den Pferden fordert die Tierrechtsorganisation die Verantwortlichen von „Apassionata“ nun auf, künftig auf eine Unterhaltungsshow ohne den Einsatz von Tieren zu setzen. Weiterhin appelliert PETA an die Bremer Bürger, die Veranstaltung zu meiden.

„In der ‚Apassionata‘-Show werden die Pferde durch die grellen Lichter und die Hektik enormem Stress ausgesetzt – für die sensiblen Fluchttiere ist das ein Albtraum“, so Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA Deutschland e.V. „Pferde gehören auf die Weide und nicht in eine laute Show, in der sie halsbrecherische Kunststücke aufführen müssen.“

Unter natürlichen Bedingungen leben Pferde in Gruppen und bewegen sich bis zu 16 Stunden täglich. Bewegungsmangel kann mittelfristig Verhaltensstörungen und Schäden an Muskeln, Sehnen und Skelett verursachen – die Selbstreinigungsmechanismen der Atemwege und der gesamte Stoffwechsel werden durch die ständige Haltung in Boxen und auf LKW beeinträchtigt. Pferde benötigen neben ausreichend Auslauf – vorzugsweise in einer Aktiv- oder Offenstallhaltung – auch gutes Futter und stets frisches Wasser, Pflege und medizinische Versorgung. Wenn diese essenziellen Haltungsvoraussetzungen nicht oder nur unzureichend gegeben sind, bedeutet das für die Tiere ein leidvolles Leben und führt auf Dauer zu lebensgefährlichen körperlichen Beeinträchtigungen. Ein Pferd in guter Haltung kann 35 Lebensjahre und mehr erreichen.

 

Kontakt:
Kristin Graf, +49 (0)711 860591-529, KristinG@peta.de