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Pferdeleid in Hartenholm

Ermutigendes Video zum Melden von Vernachlässigung und Misshandlung von Tieren

Stand April 2012
Immer wieder erhalten wir Meldungen über vernachlässigte oder misshandelte Pferde. Unsere Ermittler gehen diesen Hinweisen nach und entdecken oft furchtbare Zustände.

 

 

Abgemagertes Pferd in Hartenholm / Copyright PETA Deutschland e.V.
Hoffnung für die Tiere

In Hartenholm gibt es nun Hoffnung für die Tiere. Das zuständige Veterinäramt will reagieren. Geplant sind eine Anhörung und Auflagen für den Halter. Die zwei Pferde stehen jetzt im Stall. Dass ein Pferd und auch eines der Shetland Ponys zu dünn sind, wurde registriert und der Halter bekommt entsprechende Anordnungen. Die Box des Hengstes soll vergrößert werden. Auch die schlechten Hufe wurden behördlich registriert.

In vielen Fällen können wir den Tieren helfen, auch dank Ihrer Unterstützung.

Sie kennen einen ähnlichen Fall in Ihrer Umgebung?

Auch Sie können Pferden helfen, entweder indem Sie selbst aktiv werden oder uns hier den Missstand melden.

Leider können wir nur dann etwas unternehmen, wenn die Halter in irgendeiner Art und Weise gegen das geltende Gesetz verstoßen.

Die folgenden Anhaltspunkte können Ihnen dabei helfen, herauszufinden, ob Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vorliegen:

Ernährungszustand: Sind die Rippen der Pferde deutlich sicht- und fühlbar, die Hüfthöcker stehen spitz hervor und der Übergang vom Hals zur Schulter ist scharf und eckig, sind die Pferde abgemagert. Auf abgegrasten Weiden muss zumindest sauberes, frisches Heu immer zur Verfügung stehen, außerdem natürlich auch Zugang zu frischem Wasser.
  • Pflegezustand: Pferde, die gerade in der kalten Jahreszeit draußen sind, haben ein dichtes Winterfell. Dennoch sollten sie nicht struppig und extrem verdreckt wirken. Vor allem die Hufe können Aufschluss darüber geben, ob die Pferde vernachlässigt werden, denn Hufe müssen regelmäßig vom Hufschmied gepflegt werden. Geschieht dies nicht, können die Hufe übermäßig lang werden und ausfransen, einreißen oder brechen.
  • Allgemeinbefinden bzw. Krankheitsanzeichen: Pferde sind Fluchttiere und sollten deshalb – selbst wenn sie zwischendurch dösen – immer ansprechbar und aufmerksam sein. Ein Pferd, das über Stunden apathisch steht oder liegt, könnte krank sein und Hilfe brauchen. Weitere Krankheitsanzeichen können z.B. Husten, Schwellungen, Nasen- und Augenausfluss oder „Lahmen“ (also „humpeln“) sein.
  • Zustand der Weide: Es muss unbedingt ein für alle Tiere ausreichend großer Witterungsschutz vorhanden sein, d.h. zum Beispiel ein Unterstand, der nach drei Seiten geschlossen ist, vor Wind und Regen (aber auch extremer Sonneneinstrahlung) schützt und trockene Liege- und Stehflächen bietet. Eine alleinige Umzäunung der Weide mit Stacheldraht ist tierschutzwidrig.
  • Stallhaltung: Die Einstreu sollte trocken und sauber sein. Den Pferden muss jederzeit frisches Wasser und Heu zur Verfügung stehen. Der Stall muss Tageslicht haben und die Luft sollte frisch sein, aber keine Zugluft. Außerdem dürfen die Boxen der Pferde nicht zu klein sein. Als Richtwert gilt, dass die Box mindestens so groß sein muss wie die doppelte Rückenhöhe des Pferdes zum Quadrat.
  • Verletzungsgefahren: Sowohl auf Weiden als auch in Ställen haben abgesplitterte Bretter, hervorstehende Nägel, Drahtrollen, Plastikreste oder andere gefährliche Gegenstände nichts zu suchen.
  • Mit den zutreffenden Punkten können Sie eine Liste aufsetzen, in welcher Sie sachlich und möglichst präzise schildern, welche Missstände vorliegen. Versuchen Sie, diese Missstände durch entsprechende Fotos zu dokumentieren, vor allem wenn Sie sich im Einzelfall nicht sicher sind. Mit dem gesammelten Material können Sie sich entweder selbst an das zuständige Veterinäramt wenden oder uns den Fall melden. Bleiben Sie dem Veterinäramt gegenüber unbedingt ruhig und sachlich, stellen Sie aber anhand der beobachteten Tierschutzmängel klar, dass die Sache keinen Aufschub duldet.
  • Unser Team erreichen Sie per E-Mail (whistleblower@peta.de) oder über dieses Formular, hier können Sie uns Ihre Bedenken auch anonym mitteilen.

    Hier erfahren Sie, wie Sie am besten vorgehen sollten, wenn Sie Zeuge von Tierquälerei (also z.B. Gewalt gegen Tiere) werden.

    Weitere interessante Informationen zum Thema finden Sie hier:

    Leitlinien des BMELV zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten

    Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e. V.

    Vernachlässigte Pferde und gefährliche Stacheldrähte

    "Kutschpferde": Lassen Sie sich nicht "verladen"