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Heimatlose Katzen brauchen Hilfe

Stand August 2013
Schätzungsweise 2 Millionen heimatlose Katzen streifen durch Deutschlands Parks, Parkhäuser, Hinterhöfe und Gartenanlagen. (1) Manche von ihnen wurden ausgesetzt – viele andere sind Nachfahren verlassener tierischer Mitbewohner. Diese Tiere hatten wenig oder nie Kontakt zu Menschen.

Obwohl heimatlose Katzen meist Angst vor Menschen haben, sind die domestizierten Tiere für ein selbständiges Leben in der Natur, das für sie hart und entbehrungsreich ist, nicht gerüstet. Ohne menschliche Fürsorge sterben die Tiere frühzeitig. Viele heimatlose Katzen werden vergiftet, erschossen, sterben im Straßenverkehr oder werden Opfer von Tierquälern. Andere Tiere sterben an der permanenten Belastung des Überlebenskampfes, verhungern oder erliegen ansteckenden tödlichen Krankheiten.

Versorgung mit Nahrung allein ist keine ausreichende Hilfe
Viele Menschen, die von heimatlosen Katzen in ihrer Nähe Kenntnis erhalten, möchten den Tieren helfen und versorgen sie mit Nahrung und Wasser. Ohne weitere Maßnahmen, darunter auch die Kastration der Tiere, kann diese Hilfe das Tierleid jedoch ungewollt noch fördern. Denn häufig bekommen diese heimatlosen Katzen aufgrund des größeren Nahrungsangebotes mehr Nachwuchs, den dann ebenfalls ein leidvolles Leben und ein schmerzhafter Tod erwartet.

Im besten Fall sollten heimatlose Tiere von der Straße gerettet werden. Wenn Sie von einer heimatlosen Katze oder auch einer Kolonie heimatloser Katzen Kenntnis haben, nehmen Sie bitte Kontakt zum lokalen Tierschutz auf!

Betreute Futterplätze
Nicht immer ist es möglich, für heimatlose Katzen ein gutes Zuhause zu finden. Manche Tiere sind zudem nicht in der Lage, sich an ein Leben bei Menschen zu gewöhnen. Daher können Tiere, die in einer für sie gefahrarmen Umgebung leben, nach der tierärztlichen Versorgung, einschließlich Impfung und Kastration, in ihr vertrautes Revier zurückgebracht werden, wo sie jedoch weiter versorgt werden müssen. Selbstverständlich muss neben frischem Wasser und tiergerechter Nahrung ein trockener und warmer Unterschlupf vorhanden sein, der den Tieren Schutz bietet. Zudem muss auch die tierärztliche Betreuung dauerhaft gesichert sein – sowohl im Fall von Verletzungen und Krankheiten als auch im Hinblick auf wichtige Impfungen. Bei guter Betreuung kann sich um die Futterstelle eine stabile Population von Katzen entwickeln.
Besprechen Sie die für die Katzen beste Vorgehensweise bitte mit dem lokalen Tierschutz.

Quellen:
1) Naturschutz heute, Ausgabe 2/06