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Hengst stirbt beim Reitturnier in Rastede – PETA fordert Ende des Vielseitigkeitsreitens

 
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Stand Juli 2013
Rastede / Gerlingen, 29. Juli 2013 – Erneuter Tod eines Pferdes bei einer Vielseitigkeitsprüfung: Der Hengst Likoto stürzte am vergangenen Freitag bei dem 65. Oldenburger Landesturnier in Rastede an einem Hindernis so schwer, dass er kurze Zeit später starb. Wie durch ein Wunder blieb die Reiterin unverletzt. In den vergangenen Monaten kamen bereits zwei Pferde während Vielseitigkeitsprüfungen ums Leben. Zahlreiche Unfälle mit Todesfolge zeigen, dass die Pferde bei Reitveranstaltungen zu Höchstleistungen gezwungen werden, die sie schwer überfordern. Im rasanten Tempo und unter Zeitdruck müssen unnatürlich hohe Hindernisse überwunden werden. PETA fordert ein Ende des Vielseitigkeitsreitens.

„Drei tote Pferde innerhalb von zwei Monaten – das ist die traurige Bilanz der Vielseitigkeitsprüfungen in Deutschland“, sagt PETA-Kampagnenleiterin Jennifer Kirchner. „Pferde müssen bei extremen Wetterverhältnissen wie Hitze oder strömendem Regen über äußerst gefährliche Hindernisse springen. PETA fordert daher ein sofortiges Ende dieser tierquälerischen Disziplin.“

Das Vielseitigkeitsreiten, früher auch Military genannt, kombiniert Prüfungen aus der Dressur, dem Springen und einem Geländeritt. Vor allem während Pferd und Reiter im Galopp über Natursprünge, feste Holzhindernisse und tiefe Gräben springen, ereignen sich häufig Unfälle. Der Geländeritt muss in einer bestimmten Zeit durchlaufen werden – überschreitet ein Reiter diese Zeit, bekommt er Strafpunkte. Die hohe Leistungsanforderung der Hindernisse in Kombination mit dem rasanten Tempo widerspricht der natürlichen Fortbewegung von Pferden. Hinzu kommen – vor allem auf internationalem Niveau – lange Transporte und ständige Ortswechsel. All das bedeutet für die Pferde großen physischen und psychischen Stress. Im Mai 2013 starb King Artus, das Pferd von Olympiasieger Dirk Schrade, unmittelbar nach dem Erreichen des Ziels. Die Todesursache war vermutlich ein Aortenabriss, der nach Meinung von Experten vorwiegend in Verbindung mit einem hohen Blutdruck zustande kommt.

Ein Pferd rutscht bei einer Vielseitigkeitsprüfung auf nassem Boden aus und verfehlt das Hindernis / © PETA

Weitere Informationen:
PETA.de/FaktenPferdesport

Kontakt:

Judith Stich, 030 68326660-4, JudithS@peta.de