Spenden
 »  »  » Hightech für ein Ende von Tierversuchen in der medizinischen Ausbildung: PETA unterstützt Verbreitun

Hightech für ein Ende von Tierversuchen in der medizinischen Ausbildung: PETA unterstützt Verbreitung des Simulators „TraumaMan“ in sieben Ländern

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge

PETA Deutschland e.V. stattet Griechenland und Zypern mit 24 tierleidfreien Simulatoren aus

Stand September 2015
Stuttgart, 28. September 2015 – Für ein Ende qualvoller Tierversuche in der Medizinausbildung: Mit einer Spende von hoch technisierten Simulatoren im Wert von einer Million US-Dollar tragen die Tierrechtsorganisationen PETA USA und PETA Deutschland e.V. dazu bei, die medizinische Ausbildung in sieben Ländern der Erde auf den neuesten Stand zu bringen. So werden angehende Mediziner in China, Griechenland, Indonesien, Pakistan, Zypern, den Philippinen und den Vereinigten Arabischen Emiraten ihre chirurgischen Eingriffe künftig am sogenannten TraumaMan üben können – einer naturgetreuen, atmenden und blutenden Abbildung des menschlichen Körpers mit lebensechten Haut- und Gewebeschichten, Rippen und inneren Organen. Der „TraumaMan“ sorgt also dafür, dass Medizinstudenten keine lebenden Tiere mehr aufschneiden müssen, um die notfallmedizinische Erstversorgung von schwer verletzten Patienten zu üben. So wird künftig Tausenden Hunden, Schweinen und anderen Tieren in Europa, dem Nahen Osten und Asien das Leben gerettet. PETA Deutschland e.V. stellte Griechenland 22 und Zypern zwei der Simulatoren zur Verfügung.
 
„Mediziner in aller Welt sollten die effektivste und modernste Ausbildung zur Rettung von Notfallpatienten genießen, die es auf dem Markt gibt. Heutzutage müssen angehende Ärzte in der medizinischen Ausbildung nicht länger Tiere töten und verstümmeln, sondern können ihre Fertigkeiten an hoch technisierten Simulationsmodellen entwickeln“, so Harald Ullmann, 2. Vorsitzender von PETA Deutschland e.V. „Diese Spende bietet Medizinern die erforderliche Ausrüstung, um das Retten von Menschenleben zu trainieren und bewahrt gleichzeitig auch Tausende von Tierleben.“
 
Dank einer bahnbrechenden Partnerschaft mit Simulab, einem Hersteller von medizinischen Simulatoren mit Sitz in Seattle, USA, und mit finanzieller Unterstützung von PETA Deutschland e.V. und der McGrath Family Foundation konnte PETA USA vor Kurzem 40 Exemplare des hochentwickelten Simulationsmodells „TraumaMan“ für den künftigen Einsatz in Chirurgiekursen spenden. Mit dem kostenfreien Transport und Versand unterstützten auch DHL und die Fluggesellschaft Cathay Pacific das innovative Projekt.
 
Schon heute kommt der Simulator „TraumaMan“ in fast allen medizinischen Ausbildungsprogrammen in Kanada, den USA und anderen westlichen Ländern zum Einsatz, die das beliebte ATLS-Ausbildungskonzept (Advanced Trauma Life Support) anwenden. Die ATLS-Schulung wird von der US-amerikanischen chirurgischen Fachgesellschaft American College of Surgeons (ACS) gefördert. Aufgrund begrenzter Finanzmittel waren angehende Ärzte in anderen Ländern jedoch bislang gezwungen, im Rahmen ihrer ATLS-Ausbildung Hals, Bauch, Brustkorb und Gliedmaßen von Abertausenden lebender Hunde, Ziegen, Schweine und Schafe aufzuschneiden. Im Gegensatz zur Schulung chirurgischer Eingriffe an Tieren ist die Ausbildung mithilfe der gespendeten „TraumaMan“-Modelle ortsungebunden und preisgünstiger. Zudem ist der Simulator wiederverwendbar. Wie Studien gezeigt haben, sind Ärzte, die sich ihre lebensrettenden chirurgischen Fähigkeiten in der Arbeit mit dem Simulator „TraumaMan“ angeeignet haben, qualifizierter als ihre Kollegen, die im Rahmen ihrer medizinischen Ausbildung Tiere aufschneiden mussten. Das liegt vor allem daran, dass der „TraumaMan“ der menschlichen Anatomie naturgetreu nachgebildet ist.
Im Rahmen ihrer erfolgreichen Kampagne zur Modernisierung des ATLS-Ausbildungskonzepts hatte PETA USA im letzten Jahr bereits 67 Simulationsmodelle „TraumaMan“ im Wert von 1,675 Millionen US-Dollar an neun Länder gespendet – und zwar an Bolivien, Costa Rica, Ägypten, Jordanien, Mexiko, Panama, Trinidad und Tobago sowie an den Iran und die Mongolei. PETAs „TraumaMan“-Spendenprogramm ist der bislang größte Beitrag der Tierrechtsorganisation zur Förderung der Verwendung tierfreier wissenschaftlicher Verfahren. Bereits mehr als 25 Prozent der Länder, in denen die medizinische Ausbildung nach dem ATLS-Konzept erfolgt, haben die Verwendung von Tieren mittlerweile eingestellt.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierversuche
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de