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Hintergrundwissen


In vielen Urlaubsländern und Touristenhochburgen werben skrupellose Geschäftemacher mit Tierattraktionen, um Touristen anzulocken. Auf der Suche nach dem besonderen Abenteuer lassen sich Urlauber oftmals dazu hinreißen, solche Angebote wahrzunehmen. Was für die Touristen ein kurzer Schnappschuss oder eine außergewöhnliche Begegnung ist, bedeutet für die Tiere ein Leben voller Angst, Leid und Entbehrung.  

Fototourismus und Begegnungen mit Wildtieren
Wildtiere sind – anders als domestizierte Tiere wie Hunde und Katzen – nicht an ein Leben mit dem Menschen gewöhnt und leiden unter der Gefangenschaft und dem engen Kontakt zum Menschen. In der Regel werden die Tiere mit Unterdrückung und Gewalt gefügig gemacht oder mit Medikamenten ruhiggestellt. Ihre Zähne und Krallen werden ihnen teilweise abgeknipst, um Verletzungen zu vermeiden. Oftmals leben die Tiere in winzigen kahlen Käfigen oder werden ihr Leben lang angekettet.

Elefantenreiten
In Thailand und anderen Ländern Asiens ist das Elefantentrekking fester Bestandteil vieler Touristenangebote. Bei der in Thailand gängigen Praxis „Phajaan“ beispielsweise wird den Elefanten in der Tourismusindustrie bereits im Kindesalter der Wille gebrochen, indem man sie fesselt, tagelang auf sie einschlägt und ihnen Schlaf, Nahrung und Wasser entzieht. Der Elefantenhaken mit seiner schmerzhaften Spitze und die eisernen Fußketten gehören in der Regel ein Leben lang zum Alltag der Elefanten. Durch die Gefangenschaft und Unterdrückung schwerstens traumatisierte Tiere sind tickende Zeitbomben. Vorfälle, bei denen Touristen verletzt oder gar getötet werden, sind keine Seltenheit.
Auch das in den nordafrikanischen Ländern vielerorts angebotene Kamelreiten sowie das in vielen Urlaubsländern angebotene Eselreiten sollten Reisende meiden. Die Tiere werden häufig geschlagen, stundenlang festgebunden und müssen in der sengenden Sonne mit schweren Lasten umherlaufen.

Pferdekutschen
In Touristenhochburgen wie Berlin oder Wien werden Pferde bei Wind und Sturm, Hitze und Frost und bei dichtem Verkehr gezwungen, mit Menschen besetzte Kutschen zu ziehen. Durch das Laufen auf den harten Böden können behindernde Beinprobleme entstehen. Die sensiblen Tiere können zudem Atemprobleme entwickeln, da sie den ganzen Tag lang Abgase einatmen. Pferde sind Fluchttiere und sehr schreckhaft. Sowohl Pferde als auch Menschen wurden bereits ernsthaft verletzt – einige Unfälle gingen sogar tödlich aus –, wenn Pferde sich erschraken und in Panik davonliefen.

Zoos und Delfinarien
Zoos und Delfinarien sind nichts als Gefängnisse für die Tiere. In vielen Ländern gibt es keine adäquaten Gesetze, die Tiere vor Missbrauch und schlechten Haltungsbedingungen schützen. Jedes Jahr erhält PETA zahlreiche erschütternde Besucherberichte. Immer mehr ausländische Zoos lassen ihre Tiere in fragwürdigen Showprogrammen auftreten, um Touristen anzulocken. Viele Zoos und Tierparks vermarkten ihre Tiergefängnisse mittlerweile auch als Auffangstationen. Sie geben vor, sich für den Schutz der Tiere einzusetzen, um zahlungsfreudige Kunden anzulocken. Vor dem Besuch einer Wildtierauffangstation sollten Urlauber sich unbedingt auf der Internetseite oder in den sozialen Netzwerken über die jeweilige Einrichtung informieren.

Stierkampf
In Spanien, Frankreich, Portugal sowie einigen südamerikanischen Ländern wie Mexiko, Kolumbien, Venezuela, Peru und Ecuador finden noch immer Stierkämpfe statt. Beim klassischen Stierkampf in der Arena traktieren Toreros die Tiere mit Dolchen und Lanzen, bis sie erschöpft zusammenbrechen. Unter dem Deckmantel der Tradition lassen sich Touristen zu dem Besuch einer Stierkampfarena hinreißen. Die meisten Besucher sind angesichts der unvorstellbaren Qualen dieser Tiere schockiert, angewidert und traurig. Zu diesem Zeitpunkt haben sie ihren Eintritt jedoch schon bezahlt und somit die Tierquälerei unterstützt.