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Hunde aus überhitztem Auto befreit – PETA ernennt Beamte der Polizei Berchtesgaden zu „Helden für Tiere“

 
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Tierrechtsorganisation gibt Tipps für den Hitze-Notfall

Stand Juli 2017
Berchtesgaden / Stuttgart, 26. Juli 2017 – Rettung aus Todesfalle: Medienberichten zufolge befreiten Beamte der Polizei Berchtesgaden am Montagnachmittag vergangener Woche zwei Jagdhunde aus einem aufgeheizten Geländewagen, der unterhalb des Dokumentationszentrums am Obersalzberg in der prallen Sonne stand. Die Tiere befanden sich ohne Wasser in einem Zwinger in dem Fahrzeug, bei dem ein Fenster ein Stück geöffnet war. Eine Passantin hatte einen der stark hechelnden Hunde gegen 14.30 Uhr in dem SUV bemerkt und die Polizei alarmiert. Die Streifenbesatzung konnte mit Hilfe eines Schraubendrehers und eines Hebeleisens den Zwinger so weit öffnen, dass die Hunde durch das Fenster aus dem stark aufgeheizten Auto befreit und mit Wasser versorgt werden konnten. Der Halter muss mit Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz rechnen. Für ihr schnelles Eingreifen zeichnet die Tierrechtsorganisation PETA nun die Beamten der Polizei Berchtesgaden mit einer „Helden für Tiere“-Urkunde aus. PETA warnt Hundehalter eindringlich, ihre vierbeinigen Freunde bei sommerlichen Temperaturen nicht im Auto zurück zu lassen, da sich das Innere des Fahrzeugs in nur wenigen Minuten auf bis zu 70 Grad Celsius aufheizen kann. Auch ein Schattenparkplatz oder leicht geöffnete Fenster sind kein ausreichender Schutz. Schlimmstenfalls droht dem Vierbeiner ein qualvoller Tod durch Überhitzen.
 
„Wir danken den Beamten der Polizei Berchtesgaden sehr für ihren tierfreundlichen Einsatz“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Durch ihr Engagement konnten die Hunde aus der gefährlichen Situation befreit und somit wahrscheinlich ihr Leben gerettet werden. Wir danken auch der aufmerksamen Passantin, die die Polizei alarmiert hat. Wir rufen alle Menschen, die einen Hund in einem heißen Fahrzeug bemerken dazu auf, nicht vorbeizugehen, sondern sofort Hilfe zu holen!“
 
PETAs Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Hunde haben nur wenige Schweißdrüsen und kühlen sich hauptsächlich über Hecheln ab. Im heißen Wageninneren können sie ihre Körpertemperatur nicht mehr regulieren. Sie erleiden irreparable Organschäden oder einen Herzstillstand. Auch bereits gerettete Hunde können an den Folgen der Hitzequal sterben. Wer einen Hund an einem warmen Tag im Auto bemerkt, muss umgehend handeln! Der Fahrzeughalter sollte ausfindig gemacht oder die Polizei alarmiert werden. Befindet sich das Tier bereits in Lebensgefahr, ist ein Einschlagen der Autoscheibe oft die einzige Möglichkeit, sein Leben zu retten. Anzeichen dafür, dass es dem Vierbeiner schlecht geht, sind Hecheln, Apathie oder Nervosität. Wenn der Hund sehr stark hechelt, taumelt, erbricht, eine dunkle Zunge und einen glasigen Blick hat, kann er bereits einen Hitzeschlag erlitten haben und in akuter Lebensgefahr schweben. Er muss sofort befreit und in den Schatten gebracht werden. Sein Körper sollte mit handwarmem oder leicht kühlem Wasser gekühlt werden. Auch das dringend notwendige Trinkwasser darf nicht eiskalt sein! Anschließend muss der Hund umgehend zum Tierarzt – auch wenn sich sein Zustand durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen scheinbar verbessert hat.
 
Um möglichst viele Hundehalter über die tödliche Gefahr im Auto aufzuklären, stellt PETA hier Flyer und Poster zum Download zur Verfügung.

PETA zeichnet regelmäßig Menschen für besonders tierfreundliches Verhalten aus. Die Urkunde wurde den Tierrettern postalisch zugestellt.

Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Tierquälerei
PETA.de/Tierqual
PETA.de/hotdogs
PETA.de/niemals

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 711 860591-529, JanaF@peta.de